Neue Corona-Fälle in Neuseeland: Parlamentsauflösung verschoben


News Redaktion
International / 12.08.20 10:18

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat nach dem neuen Corona-Ausbruch in dem Pazifikstaat die Auflösung des Parlaments im Vorfeld der Wahl am 19. September verschoben.

Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, bei einer Pressekonferenz (Videostandbild, bestmögliche Qualität). In der neuseeländischen Großstadt Auckland ist ein vorübergehender Lockdown angeordnet worden. Foto: -/TVNZ/AP/dpa (FOTO: Keystone/TVNZ/AP/-)
Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, bei einer Pressekonferenz (Videostandbild, bestmögliche Qualität). In der neuseeländischen Großstadt Auckland ist ein vorübergehender Lockdown angeordnet worden. Foto: -/TVNZ/AP/dpa (FOTO: Keystone/TVNZ/AP/-)

Der Fokus liege zunächst darauf, das Virus in den Griff zu bekommen, sagte Ardern. Eigentlich sollte das Parlament am Mittwoch aufgelöst werden, nun wird dies voraussichtlich am Montag geschehen. Bis dahin will die Regierungschefin auch entscheiden, ob möglicherweise sogar die Parlamentswahl verschoben wird, berichtete die Zeitung New Zealand Herald. Das hat die Opposition mit der Begründung gefordert, dass derzeit Wahlkampagnen nicht möglich seien.

Bei der Abstimmung stellt sich die 40-jährige Ardern zur Wiederwahl. Die Sozialdemokratin ist seit 2017 im Amt und sehr beliebt.

Am Dienstag waren in Neuseeland erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. Die Behörden hatten vier neuen Fälle bei einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland gemeldet. Wo sie sich angesteckt haben, ist noch unklar.

In der Stadt mit 1,7 Millionen Einwohnern wurde ein zunächst dreitägiger Lockdown angeordnet, der bis Freitag dauern soll. Die Schulen und alle nicht notwendigen Geschäfte sind geschlossen.

Mittlerweile gebe es vier neue Verdachtsfälle bei Personen, die in Verbindung mit der Familie stehen sollen, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield. Das Testergebnis stehe noch aus, aber die Betroffenen zeigten Symptome von Covid-19, hiess es.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Massnahmen als sehr erfolgreich im Kampf gegen Sars-CoV-2. Im Juni hatte sich das Land coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat rund 1570 Fälle bestätigt, 22 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Horwer Alterszentrum zahlt allen Mitarbeitern Corona-Prämie aus
Regional

Horwer Alterszentrum zahlt allen Mitarbeitern Corona-Prämie aus

Als "Zeichen der Wertschätzung" für die während der vergangenen Monate geleistete Arbeit zahlt das Zentrum Kirchfeld in Horw LU seinen 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Corona-Prämie aus. Insgesamt stellt die Kirchfeld AG dafür 56'000 Franken zur Verfügung.

Vom Parlament aufgestockte Kinderabzüge bestehen nicht vor dem Volk
Schweiz

Vom Parlament aufgestockte Kinderabzüge bestehen nicht vor dem Volk

Eltern können für Kinder bei der direkten Bundessteuer keine höheren Abzüge geltend machen. Das Stimmvolk hat der Vorlage eine klare Abfuhr erteilt. SVP, FDP und CVP hatten die höheren Kinderabzüge zugunsten gut Verdienender im Parlament durchgeboxt.

Dätwyler schlägt Martin Hirzel zur Wahl in den Verwaltungsrat vor
Wirtschaft

Dätwyler schlägt Martin Hirzel zur Wahl in den Verwaltungsrat vor

Der künftige Präsident des Industrieverbands Swissmem, Martin Hirzel, soll Verwaltungsrat des Urner Industriekonzerns Dätwyler werden. Er soll an der Generalversammlung vom März 2021 in das Gremium gewählt werden, wie Dätwyler am Montag mitteilte. Der 1970 geborene Hirzel war bis 2019 Konzernchef des Autozulieferers Autoneum.

Papst Franziskus ruft zu Frieden im Südkaukasus auf
International

Papst Franziskus ruft zu Frieden im Südkaukasus auf

Papst Franziskus hat nach den neu aufgeflammten Kämpfen zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Berg-Karabach zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts aufgerufen.