Neues Historisches Museum Thurgau kommt in die Webmaschinenhalle


News Redaktion
Schweiz / 03.05.21 12:33

Das Neue Historische Museum des Kantons Thurgau soll in der Webmaschinenhalle in Arbon eingerichtet werden. Den Grundsatzentscheid für den Standort hatte der Regierungsrat bereits vor einem Jahr gefällt. Geplant ist eine Volksabstimmung.

In der Webmaschinenhalle auf dem Saurerareal in Arbon TG soll das Neue Historische Museum Thurgau eingerichtet werden. (FOTO: Kanton Turgau)
In der Webmaschinenhalle auf dem Saurerareal in Arbon TG soll das Neue Historische Museum Thurgau eingerichtet werden. (FOTO: Kanton Turgau)

Seit Mai 2020 ist bekannt, dass in Arbon ein Museum zur neueren Geschichte des Kantons Thurgau entstehen soll. Angekündigt ist ein neuer Erlebnis-, Bildungs- und Erfahrungsstandort für die Bevölkerung. Der Regierungsrat entschied sich damals unter anderem gegen die Bewerbung der Stadt Frauenfeld, die gerne die gesamte historische Sammlung behalten hätte.

Seither wurde das Vorhaben konkretisiert. Eine Projektorganisation prüfte, welches Gebäude dafür in Frage kommt. Die Wahl fiel nun auf die Webmaschinenhalle auf dem Saurer-Areal. Aus Sicht des Regierungsrats lasse sich in einer Fabrikhalle in der ehemaligen Industriestadt Arbon ein Konzept realisieren, das ein grosses und langfristiges Publikumsinteresse bedienen könne, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Montag.

Die nächsten Schritte sind nun eine Vorstudie mit dem Arbeitstitel Museum Werk 2 und die Vorbereitung auf einen Architekturwettbewerb. Die Kaufverhandlungen sind weit fortgeschritten, es müssen nur noch Details geklärt werden. Der Preis beträgt rund eine Million Franken. Wie viel das gesamte Projekt kosten wird, ist noch unklar. Voraussichtlich 2024 werden die Stimmberechtigen über den Kredit entscheiden.

Zur neuen Thurgauer Museumsstrategie gehört, dass im Schloss Frauenfeld sowie im Schaudepot St. Katharinental weiterhin die ältere Thurgauer Geschichte präsentiert wird. Eine Sanierung des Schlosses ist geplant. Das Hochbauamt veranstaltet dazu einen Projektwettbewerb, der am 7. Mai startet. Ein möglicher Baubeginn wäre Ende 2023. Es braucht dafür noch einen Entscheid des Grossen Rates.

Eine Sanierung und Optimierung steht auch beim Kunstmuseum in der Kartause Ittingen an. Der Projektwettbewerb wurde bereits ausgeschrieben. Mitte 2024 könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach langem Hin und Her hatte der Regierungsrat vor einem Jahr entschieden, dass es keinen Erweiterungsbau für die Kunst geben soll. Bereits vorher waren neue Verträge mit der Stiftung der Kartause abgeschlossen worden, mit denen baurechtliche Unklarheiten ausgeräumt wurden.

Die Pläne für das Kunstmuseum standen lange unter keinem guten Stern: 2012 musste die Regierung nach heftiger Kritik gegen das Ausschreibungsverfahren einen Kredit von 4,6 Mio. Franken für die Sanierung der bestehenden Ausstellungsräume wieder aus dem Budget streichen. Die Stiftung Kartause Ittingen als Bauherrin hatte den Architekturauftrag vergeben, ohne einen Wettbewerb durchzuführen.

Bei einem zweiten Anlauf wollte der Kantonsrat die Sanierung und Erweiterung mit 11,3 Mio. Franken aus dem Lotteriefonds finanzieren. Bürger klagten dagegen und bekamen im Herbst 2014 vor Bundesgericht Recht. Das Projekt musste gestoppt werden.

(sda)


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