Nidwalden: Mehr Tabak bei Testkäufen an Jugendliche verkauft


Roman Spirig
Regional / 05.07.21 14:20

Für Jugendliche ist es im Kanton Nidwalden nicht sehr schwer, Alkohol und Tabak zu kaufen. Testkäufe hätten gezeigt, dass ein Drittel der Verkaufsstellen die Jugendschutzvorschriften nicht einhalte, teilte die Staatskanzlei am Montag mit.

Nidwalden: Mehr Tabak bei Testkäufen an Jugendliche verkauft (Foto: KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI)
Nidwalden: Mehr Tabak bei Testkäufen an Jugendliche verkauft (Foto: KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI)

Nidwalden führte im Frühling an rund 30 Orten Testkäufe durch. 41 Prozent der getesteten Betriebe verkauften Bier an Jugendliche unter 16 Jahren. 31 Prozent gaben Spirituosen an junge Männer und Frauen ab, welche die Altersgrenze von 18 Jahren noch nicht erreicht haben.

28 Prozent der Testkäuferinnen und -käufer konnten Raucherwaren und Snus erwerben, obwohl sie die in Nidwalden geltende Altersgrenze von 18 Jahren noch nicht erreicht hatten. Der Anteil des illegalen Tabakverkaufs habe sich damit gegenüber 2019 verdoppelt, teilte die Staatskanzlei mit.

Die Maske, die wegen der Coronapandemie getragen werden müsse, könne es dem Verkaufspersonal erschweren, das Alter der Kundschaft abzuschätzen, teilte die Staatskanzlei mit. Nicht zuletzt deswegen werde den Verkaufsstellen empfohlen, konsequent einen Ausweis zu verlangen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Klimaaktivistinnen und -aktivisten fordern Klimagerechtigkeit
Schweiz

Klimaaktivistinnen und -aktivisten fordern Klimagerechtigkeit

Im Rahmen eines internationalen Aufrufs der Initiative Fridays for Future haben tausende Menschen am Freitag in mehreren Schweizer Städten Klimagerechtigkeit gefordert. Im Zentrum standen jene, die von der Klimakrise betroffen sind.

Eine Woche Vulkanausbruch - Grosse Schäden und kein Ende in Sicht
International

Eine Woche Vulkanausbruch - Grosse Schäden und kein Ende in Sicht

Seit einer Woche spuckt der Vulkan auf der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma Asche, Rauch, Gesteinsbrocken und Lava aus - die Schäden sind immens, und ein Ende können die Vulkanologen nicht vorhersagen.

Luzern kündigt schwimmendes Impfzentrum beim KKL an
Regional

Luzern kündigt schwimmendes Impfzentrum beim KKL an

In der Stadt Luzern gibt es bald einen neuen Standort an zentraler Lage, wo sich die Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen lassen kann: Ein Impfschiff, das bei der Landungsbrücke 5 beim KKL Luzern ankert. Betrieben wird es von der Hirslanden-Gruppe, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) am Freitag mitteilte.

Kaum noch Hoffnung für Europas Golfer
Sport

Kaum noch Hoffnung für Europas Golfer

Am prestigeträchtigen Kontinentalwettkampf um den Ryder Cup in Whistling Straits im US-Bundesstaat Wisconsin gehen Europas Golfer einer Kanterniederlage entgegen.