Nidwalden möchte Perimeter bei Durchgangsbahnhof ausweiten


Roman Spirig
Regional / 29.04.21 12:49

Die Nidwaldner Regierung hat ihre Anliegen zur Testplanung des Durchgangsbahnhofs Luzern bekannt gegeben. Sie wünscht einen möglichst zentralen Standort für die Zentralbahn (ZB). Auch regt sie an, den Planungsperimeter auszuweiten.

Nidwalden möchte Perimeter bei Durchgangsbahnhof ausweiten (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Nidwalden möchte Perimeter bei Durchgangsbahnhof ausweiten (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Regierungsrat begrüsse die Stossrichtung der Testplanung, die Anfang Februar präsentiert wurde, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Sie wolle sich aber zusätzlich für gute Bedingungen für die Zentralbahn einsetzen.

So wäre es ideal, wenn deren oberirdischen Gleise künftig möglichst zentral zu liegen kämen, damit die Umstiegswege für die Passagiere kurz seien, sagte Baudirektor Josef Niederberger (CVP) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch müssten genügend Abstellanlagen für die ZB eingeplant werden.

Hier ist laut Niederberger zu beachten, dass diese neben dem Pendlerverkehr auch eine grosse touristische Bedeutung hat. Deshalb müssten Zugskompositionen schnell verfügbar sein. Eine Reduktion der Anlagen könnte zu betrieblichen Mehraufwendungen führen, was auch Auswirkungen auf die Betriebsabgeltungen des Kantons Nidwalden an die ZB hätte. Die SBB planen in Dierikon eine neue Abstellanlage.

Schliesslich erachte der Nidwaldner Regierungsrat eine Durchmesserlinie in Richtung Nidwalden als prüfenswert. Dabei handle es sich lediglich darum, den Planungsperimeter für die neue Linienführung bis nach Stans auszuweiten. Niederberger zog den Vergleich mit dem Strassenumfahrungsprojekt Bypass, dessen Planung faktisch an der Kantonsgrenze endete.

Im Bahn-Ausbauschritt 2040 sollen neben dem Durchgangsbahnhof auch der Doppelspurausbau in Hergiswil sowie der Verkehrsknoten Stans Platz finden, fordert der Regierungsrat. So könnten die bis dahin zu erwartenden Engpässe auf der Schiene und der Strasse vermieden werden.

Weil die Infrastruktur des heutigen Sackbahnhofs in Luzern mit rund 100000 Reisenden pro Tag an die Grenzen der Leistungsfähigkeit stösst, ist unter dem heutigen Bahnhof ein viergleisiger Durchgangsbahnhof geplant.

Voraussichtlich Ende 2022 soll das Vorprojekt für den Bau des Durchgangsbahnhofs vorliegen. Die Gesamtkosten werden auf 2,4 Milliarden Franken geschätzt. Die Realisierung ist ab 2030 vorgesehen, die Inbetriebnahme ab 2040.

(sda)


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