Sichere Kriminalitätslage in Uri, Ob- und Nidwalden


News Redaktion
Regional / 22.03.21 14:56

Uri, Ob- und Nidwalden vermelden für 2020 eine sichere Kriminalitätslage auf tiefem Niveau. Total wurden in den drei Innerschweizer Kantonen rund 4000 Delikte gezählt.

In Uri, Ob- und Nidwalden haben sich 2020 rund 4000 polizeilich registrierte Delikte ereignet. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
In Uri, Ob- und Nidwalden haben sich 2020 rund 4000 polizeilich registrierte Delikte ereignet. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Kanton Nidwalden bleibt ein sicheres Pflaster. Pro 1000 Einwohner verzeichnete die Kantonspolizei 26,7 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch, wie sie am Montag mitteilte. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 49,0 Straftaten pro 1000 Einwohner.

Insgesamt wurden im letzten Jahr im Kanton Nidwalden 1151 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch verzeichnet, 21 mehr als 2019. Dazu kamen 90 (2019: 128) Drogendelikte, 46 (59) Verstösse gegen das Ausländergesetz und 135 (91) Verstösse gegen weitere Bundesgesetze. Total waren es somit 1422 Straftaten, 14 mehr als 2019.

In Obwalden nahm die Zahl der Delikte um 41 auf 1698 zu. Davon entfielen 1313 (2019: 1344) auf das Strafgesetzbuch. Die Kantonspolizei Obwalden wies in ihrer Mitteilung dabei auf die hohe Aufklärungsrate von über 62 Prozent hin. Der nationale Schnitt liegt bei knapp 42 Prozent. Die Polizei führt dies darauf zurück, dass im letzten Jahr oft lokale Täter am Werk gewesen seien.

Obwalden zählte zudem 203 (146) Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei den Drogendelikten habe sich Obwalden damit gegen den Trend entwickelt, teilte die Kantonspolizei mit. Von 52 auf 38 abgenommen hat in Obwalden die Zahl der Verstösse gegen das Ausländergesetz. Von 115 auf 144 zugenommen hat die Zahl der Delikte gegen weitere Bundesgesetze.

Im Kanton Uri nahm die Zahl der Straftaten 2020 um 27 auf 938 Delikte zu. Davon entfielen 718 (2019: 685) auf das Strafgesetzbuch, 42 (58) auf das Betäubungsmittelgesetz, 98 (85) auf das Ausländergesetz und 80 (83) auf weitere Bundesgesetze.

Uneinheitlich entwickelte sich in den drei Kantonen die Zahl der polizeilich registrierten Vorfälle wegen häuslicher Gewalt. Hier war im Coronajahr 2020 eine Zunahme erwartet worden.

In Nidwalden nahm die Zahl dieser Straftaten zu, und zwar von 47 auf 80. Die Nidwaldner Polizei wies aber darauf hin, dass es in dieser Deliktsgruppe von Jahr zu Jahr zu grossen Schwankungen kommen kann. Die Zahl bewegte sich so in den letzten fünf Jahren zwischen 47 und 106 Fällen.

In Uri rückte die Polizei 2020 17 Mal wegen häuslicher Gewalt aus, dies gegenüber 6 Mal 2019. Dabei wurden 52 (2019: 22) Straftatbestände rapportiert. In Obwalden dagegen wurde bei diesen Straftaten ein Rückgang von 54 auf 42 registriert.

(sda)


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