Zentralschweiz macht sich für Gratistests stark


Roman Spirig
Regional / 28.09.21 11:43

Covid-19-Tests sollen für Personen ohne Symptome gratis oder zumindest in einem gewissen Umfang gratis bleiben. Dies fordern die Regierungsräte von Luzern, Schwyz und Nidwalden am Dienstag. Ungeimpfte dürften nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss getestet sein, um ein Covid-Zertifikat zu erhalten. Ob diese Tests gratis bleiben sollen, ist umstritten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss getestet sein, um ein Covid-Zertifikat zu erhalten. Ob diese Tests gratis bleiben sollen, ist umstritten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Der Bundesrat schlägt vor, dass die Tests, die Ungeimpfte für ein Covid-Zertifikat benötigen, nur noch bis am 10. Oktober gratis sein sollen. Danach sollen sich nur noch die Personen, die erst eine Impfdosis erhalten haben, gratis testen lassen können. Luzern, Schwyz und Nidwalden sind damit aber nicht einverstanden.

Pro Person und Monat solle ein bestimmtes Kontingent an Antigen-Schnelltests gratis bleiben, teilte der Nidwaldner Regierungsrat mit, und zwar bis zum Ende der Zertifikatspflicht.

Mit der gleichen, wenn auch etwas präziser formulierten Forderung gelangt der Schwyzer Regierungsrat an den Bundesrat. Ungeimpfte und symptomlose Personen, die älter als 25 Jahre alt sind, sollen sich demnach vier Mal pro Monat gratis testen lassen können.

Für Personen unter 25 Jahre sollen die Tests grundsätzlich kostenlos sein, findet der Schwyzer Regierungsrat. Dies sei für einen ungehinderten Zugang zu den Bildungsinstitutionen nötig.

Noch weiter geht der Luzerner Regierungsrat. Das Testen solle als kostenlose Alternative zur Impfung bestehen bleiben, teilte er mit. Diese Regelung solle mindestens bis Ende Jahr beibehalten werden.

Begründet wird die Forderung nach Gratistests damit, dass auch Ungeimpfte am gesellschaftlichen Leben sollen teilnehmen können.Wenn ungeimpfte Personen die Kosten, um ein Zertifikat zu erlangen, selber tragen müssten, würden sie faktisch ausgegrenzt und in ihren Freiheitsrechten übermässig eingeschränkt, erklärte der Nidwaldner Regierungsrat. Dies könne die Spaltung der Gesellschaft befeuern.

(sda)


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