Nidwaldner Landrat gibt grünes Licht für Testplanung Sicherheitszentrum


Roman Spirig
Regional / 19.12.18 16:11

Der Nidwaldner Regierungsrat kann die Planung für ein Sicherheitszentrum auf dem kantonalen Areal Kreuzstrasse in Stans starten. Der Landrat hat einstimmig einen Kredit für eine Testplanung gesprochen und sich dabei dafür ausgesprochen, dass möglichst breit Ideen geprüft werden.

Nidwaldner Landrat gibt grünes Licht für Testplanung Sicherheitszentrum  (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Nidwaldner Landrat gibt grünes Licht für Testplanung Sicherheitszentrum (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Nidwaldner Regierungsrat möchte an der Kreuzstrasse ein modernes Sicherheitszentrum bauen. Heute sind auf dem 33'000 Quadratmeter grossen Areal die Polizei, die Staatsanwaltschaft, das Gefängnis, das Verkehrssicherheitszentrum und das Strasseninspektorat sowie Dritte untergebracht.

Das Areal ist heute flächendeckend überbaut, viele der Gebäude müssen saniert werden, sind nicht erdbebensicher und für den Betrieb nicht optimal angeordnet. Sicherheitsdirektorin Karin Kayser sagte, das Areal sei heute sehr ineffizent genutzt und erschwere damit auch die Arbeit.

Die Gebäude sollen deswegen neu und verdichtet angeordnet werden. Damit sollen wieder Landreserven geschaffen und gleichzeitig die betrieblichen Abläufe verbessert werden. Das Projekt Kreuzstrasse sei wegweisend für die Blaulichtorganisationen und damit die Sicherheit im Kanton, sagte Kayser.

Umstritten war im Landrat nicht das Vorhaben an sich, sondern wie breit die Testplanung durchgeführt werden solle. Die Kantonsregierung machte sich für eine Testplanung mit einem einzigen Planungsteam stark. Den vorberatenden Kommissionen war eine solche Planung aber zu wenig breit und solide.

Die Kommission für Staatspolitik, Justiz und Sicherheit (SJS) plädierte für eine Testplanung von zwei verschiedenen Teams, die Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt (Bul) gar von drei Teams.

Es brauche eine solide Entscheidungsgrundlage, sagte SJS-Sprecher Dominik Steiner (FDP). Bul-Sprecher Markus Walker (SVP) erklärte, das Kreuzareal sei eine grosse Chance für den Kanton. Bei einer Testplanung mit nur einem Team werde das Potential zu wenig genutzt.

Daniel Niederberger, Sprecher der SP/Grünen, forderte, die Kreativität bei der Testplanung nicht zu unterdrücken. Der Mehrpreis für zusätzliche Planerteams sei im Verhältnis zu der gesamten Investition zu sehen.

Joseph Niederberger (CVP) warnte vor einem zu forschen Tempo. Was an der Kreuzstrasse verbaut werde, müsse lange genutzt werden können. Es müssten auch unkonventionelle Ideen zugelassen werden.

Der Regierungsrat beantragte für die Testplanung mit einem Team 475'000 Franken, die Kommissionen für Planungen mit zwei respektive drei Teams 630'000 Franken und 695'000 Franken. Der Landrat sprach sich deutlich für den höchsten der drei Kredite und damit drei Planungsteams aus.

Ferner legte das Parlament fest, dass im Rahmen der Testplanung auch die Ansiedlung von Verwaltungseinheiten an der Kreuzstrasse geprüft werden solle. Weitere Anträge zur Präzisierung der Planung fanden keine Mehrheit.

(sda)


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