Nidwaldner Landrat unterstützt leichten Ausbau des ÖV


Roman Spirig
Regional / 01.09.21 15:48

Der Kanton Nidwalden kann das ÖV-Angebot leicht ausbauen. Der Landrat hat in seiner Sitzung vom Mittwoch für die Jahre 2022 und 2023 einen Rahmenkredit von 14 Millionen Franken gesprochen. Profitieren können unter anderem Pendlerinnen und Pendler zwischen Stans und Luzern.

Nidwaldner Landrat unterstützt leichten Ausbau des ÖV (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Nidwaldner Landrat unterstützt leichten Ausbau des ÖV (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Das Parlament segnete den Kredit einstimmig ab. Er umfasst das bisherige Fahrplanangebot 2021, die Angebotsveränderungen sowie die noch erwarteten Einnahmenausfälle im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise.

Der Betrag ist trotz der Angebotsverbesserungen tiefer als in den Jahren 2016 und 2017 sowie 2018 und 2019. Für die laufende Periode waren 12,75 Millionen Franken genehmigt worden, was wegen der Pandemie allerdings nicht ausreichen dürfte. Die Regierung geht von zusätzlichen 2,5 Millionen Franken aus.

Der ÖV im Kanton Nidwalden habe sich in den vergangenen Jahren im Grundsatz positiv entwickelt, sagte Baudirektor Josef Niederberger (Mitte). Die Pandemiejahre 2020 und 2021 seien die Ausnahme.

In den kommenden zwei Jahren soll Nidwalden zusätzliche Zugverbindungen zwischen Stans und Luzern zu Stosszeiten und ein neues Nachtangebot am Wochenende von Luzern nach Nidwalden erhalten. Die Buslinie Stans-Altdorf soll ausgebaut werden, zwischen Sarnen und Stans kommt der durchgehende Stundentakt.

René Wallimann (Mitte), Sprecher der vorberatenden Kommission, hatte nur eine Bitte: Die Voranmeldung für eine Fahrt mit der letzten Seilbahn zwischen Dallenwil und Wirzweli solle nicht am Mittag, sondern am Nachmittag sein, damit spontane Nachtessen auf Wirzweli möglich seien.

Die Fraktionen hatten nichts auszusetzen an der Vorlage. Das Gesamtpaket stimme, sagte Urs Amstad (SVP). Thomas Wallimann (SP/Grüne) lobte die positive Stimmung im ÖV-Bericht.

Nicht Bestandteil des Rahmenkredits ist die Buslinie Ennetbürgen-Honegg/Bürgenstock. Sie wird allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt als Versuchslinie dem Landrat unterbreitet. Norbert Rohrer (Mitte) mahnte, sie dürfe in Zukunft nicht vergessen gehen.

(sda)


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