Nordkoreas Machthaber Kim fordert Ausbau des Atomarsenals


News Redaktion
International / 13.01.21 10:05

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat zum Abschluss eines achttägigen Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei den Ausbau des Atomwaffenarsenals als Ziel ausgegeben. Es müsse alles dafür getan werden, die stärksten Militärkapazitäten aufzubauen und die "nukleare Kriegsabschreckung weiter zu stärken."

HANDOUT - Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 13.01.2021 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, auf dem Kongress der Partei der Arbeit Koreas. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/KCNA/-)
HANDOUT - Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 13.01.2021 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, auf dem Kongress der Partei der Arbeit Koreas. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/KCNA/-)

So wurde Kim am Mittwoch von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. Zugleich erklärte Kim am letzten Kongresstag in Pjöngjang, das Land müsse sich auch auf die Entwicklung der Wirtschaft und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen konzentrieren.

Der achte Parteikongress fand kurz vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden statt - zu einem Zeitpunkt, da die Verhandlungen der USA mit Nordkorea über sein Atomwaffenprogramm nicht mehr vorankommen. Kim hatte bereits am Freitag angekündigt, sein Land werde die nukleare Abschreckung stärken. Er forderte unter anderem die Entwicklung taktischer Atomwaffen sowie neuer Interkontinentalraketen mit Feststoffantrieben, die auch die USA erreichen könnten. Die Vereinigten Staaten bezeichnete er als Hauptfeind.

Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms international isoliert. Harte Sanktionen hemmen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Die Zukunft hänge davon ab, wie die beim Kongress getroffenen Entscheidungen einschliesslich eines neuen Fünf-Jahres-Plans für die nationale wirtschaftliche Entwicklung umgesetzt würden, sagte Kim am letzten Tag. Zum Auftakt des Parteitreffens hatte er eingeräumt, die Ziele des alten Entwicklungsplans seien bei weitem nicht erfüllt worden.

Formal ist der Kongress, der ursprünglich alle fünf Jahre abgehalten werden sollte, das wichtigste Gremium der Partei. Allerdings war der siebte Kongress im Mai 2016 der erste seit 36 Jahren gewesen.

(sda)


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