Nur Peter Zeidler kann wissen, was zu tun ist


News Redaktion
Sport / 09.05.21 22:03

Im Cup funktioniert es: 4:1 gegen YB, 2:1 bei GC, 1:0 bei Servette. Aber in der Hauptdisziplin, der Meisterschaft, scheint das Tor des Gegners für den FCSG verbarrikadiert zu sein.

Was kann Peter Zeidler aus seinen jungen Burschen noch herausholen? (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Was kann Peter Zeidler aus seinen jungen Burschen noch herausholen? (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

In den letzten 554 Minuten trafen die St. Galler ein einziges Mal. Dass es nicht gut herauskommen kann, wenn die Mannschaft in diesem Trott der Harmlosigkeit weitergeht, ist vorherzusehen. Die Meisterschaft dauert keine zwei Wochen mehr, am Freitag in einer Woche wird spätabends abgerechnet. Es sind zwölf Tage mit drei Spieltagen, an denen Trainer Peter Zeidler etwas ändern muss. Irgendetwas. Nur er selbst wird wissen, was man machen kann.

Ähnlich wie in der grandiosen letzten Saison, in der sie die Young Boys bis zur vorletzten Runde herausforderten und schliesslich sechs Punkte vor dem FC Basel Zweite wurden, strahlen die mehrheitlich jungen und sehr jungen Spieler auch in diesem Frühling Begeisterung aus. Wille, Einsatz, Kampf - an diesen Ingredienzien für einen dauerhaften Erfolg mangelt es nicht.

Aber es fehlt an Toren. Was sich die St. Galler im Match gegen Sion an Torchancen herausarbeiteten, war zu wenig - erst recht in einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten. Selbst wenn man noch berücksichtigt, dass der Cupmatch in Genf viel Kraft abgezapft hat. Aufwand und Ertrag hätten jedenfalls nicht weniger unausgewogen sein können.

Es gab in dieser Saison durchaus Zeiten, in denen die Tore beim gleichen Personalbestand fielen: sieben Spiele am Stück mit je mindestens einem Tor oder beispielsweise sieben Tore aus drei aufeinanderfolgenden Spielen.

Aber woran liegt es, dass derart viel weniger herausschaut als vor einem Jahr? Nach der 33. Runde der Saison 2019/20 hatten die St. Galler 62 Punkte geholt und 69 Tore erzielt. In dieser Saison sind es ebenfalls nach 33 Runden 37 Punkte und 36 Tore. Beide Werte sind also nahezu halbiert.

Einen Teil der Antworten liefern die Transfers von Offensivkräften des letzten Sommers. Vom Dreizack Cedric Itten/Ermedin Demirovic/Boris Babic brachen zwei Zacken weg. Nur Babic blieb. Aber seit seiner langwierigen Verletzung ist er nicht mehr der Alte. In Kwadwo Duah schien man einen Realersatz gefunden zu haben. Er ist mit neun Toren St. Gallens bester Schütze in der Meisterschaft. Aber seit geraumer Zeit ist auch der junge Berner nur einer der vielen, die nicht treffen. In den letzten acht Wettbewerbsspielen erzielte er kein Tor mehr.

So darf man gespannt sein, was Peter Zeidler unternehmen wird, um die Misere gerade noch rechtzeitig zu beenden. Das nächste Spiel steht schon am Mittwoch im Programm: Zürich gegen St. Gallen.

(sda)


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