Ob- und Nidwalden investieren rund fünf Millionen in Polycom-Netz


Roman Spirig
Regional / 07.08.19 10:18

Die Kantone Ob- und Nidwalden beteiligen sich am schweizweiten Werterhaltungsprojekt für das Sicherheitsfunknetz Polycom. Sie investieren rund fünf Millionen Franken in die Erneuerung der Kommunikationsplattform für Blaulichtorganisationen.

Ob- und Nidwalden investieren rund fünf Millionen in Polycom-Netz (Foto: KEYSTONE /  / )
Ob- und Nidwalden investieren rund fünf Millionen in Polycom-Netz

Ob- und Nidwalden betreiben zusammen ein Teilnetz des schweizweiten Polycomnetzes. Die hochverfügbare und abhörsicher gebaute Kommunikationsplattform wird unter anderem von der Kantonspolizei, den Feuerwehren, der Alpinen Rettung oder dem Rettungsdienst 144 genutzt.

Das Netz erreicht 2022 das Ende der technischen Lebensdauer, der Bund definierte 2015 ein Werterhaltungsprojekt. Laut einer Mitteilung der Obwaldner Regierung vom Mittwoch wollen sämtliche Nutzer weiter mit Polycom arbeiten. Dies entspreche der schweizweiten Strategie eines gemeinsamen Sicherheitsfunknetzes.

Ein alleiniger Wechsel auf ein anderes Produkt wäre zeit- und kostenintensiv. Zudem wären die in Obwalden aktiven Rettungs- und Sicherheitsorganisationen von der Kommunikation mit ausserkantonalen Organisationen ausgeschlossen, auch dann, wenn diese unterstützend im Kantonsgebiet tätig sind.

Die Sanierung dauert von 2019 bis 2023. Obwalden muss einerseits die neun Basisstationen auf seinem Kantonsgebiet und andererseits die Endgeräte wie Handfunk und Fahrzeugfunk erneuern. Die Kosten belaufen sich auf 2,96 Millionen Franken. Die gebundenen Ausgaben liegen im Zuständigkeitsbereich des Regierungsrats.

Rund eine halbe Million günstiger kommt Nidwalden weg, wie es bei der Kantonspolizei Obwalden auf Anfrage hiess. Der Kanton hat nur acht Antennen auf seinem Gebiet. Zudem hat er seine Endgeräte bereits erneuert, zumal er das Netz früher in Betrieb nahm als Obwalden, wo Polycom seit 2010 genutzt wird.

(sda)


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