Oberster Baumeister zu LMV-Verhandlungen: "Gespräche konstruktiv"


News Redaktion
Schweiz / 25.06.22 05:50

Die Gespräche zum neuen Landesmantelvertrag (LMV) für die Baubranche sind am Laufen. Der Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV), Gian-Luca Lardi, beschreibt sie im "Blick" als "konstruktiv" - er sei "einigermassen optimistisch".

Gian-Luca Lardi, Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, ist
Gian-Luca Lardi, Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, ist "einigermassen optimistisch", was die Verhandlungen über den neuen Landesmantelvertrag für die Baubranche angeht. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

"Die Gespräche laufen konstruktiv und in einem entspannten Rahmen ab", so Lardi in der Samstagsausgabe des "Blick". "Ich erlebe in der Branche eine absolut entspannte Stimmung, frei von jeglichen Gehässigkeiten." Bauarbeiter-Demonstrationen, wie solche am Samstag in Zürich, repräsentierten nur einen kleinen Teil. "Viele Demonstranten sind Angestellte der Gewerkschaften oder sonstige Personen, die für ihre Teilnahme bezahlt werden."

Lardi wiederholte eine bereits früher gemachte Aussage, wonach die Baumeister offen seien, über Lohnerhöhungen zu reden. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten müsse jedoch "differenziert" betrachtet werden. Mit Blick auf die Gesundheit der Arbeiter sei es jedoch "nicht in unserem Interesse, dass pro Woche endlos Stunden gebolzt werden können", so Lardi.

Am Samstag ist in Zürich eine Demonstration von Bauarbeitern für bessere Arbeitsbedingungen angekündigt. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen zum LMV für das Bauhauptgewerbe, der Ende 2022 ausläuft.

Die Bauarbeiter sind laut den Gewerkschaften Unia und Syna verärgert, dass der Baumeisterverband ihren "Forderungen nach mehr Schutz für die Gesundheit, faire Arbeitszeiten und ein Ende des Stundenklaus bei Reisezeit und Schlechtwetter keine Beachtung schenkt".

(sda)


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