Obwalden erschwert Fang von grossen Fischen


News Redaktion
Regional / 23.11.22 08:55

Grosse Fische im Sarnersee können künftig ruhiger schlafen: Der Kanton Obwalden verbietet den Einsatz einer Live-Sonar Technologie, mit der Fische in Echtzeit beobachtet und gezielt geködert werden können. Diese Technologie sei aus Sicht der Fischökologie problematisch.

Vom Ufer des Sarnersees aus darf künftig länger gefischt werden - dafür grenzt der Kanton Obwalden den Einsatz von Technik beim Angeln ein. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DOROTHEA MUELLER)
Vom Ufer des Sarnersees aus darf künftig länger gefischt werden - dafür grenzt der Kanton Obwalden den Einsatz von Technik beim Angeln ein. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DOROTHEA MUELLER)

Mit der neuen Generation von Echolotgeräten, die in den letzten Jahren an Beliebtheit gewannen, könnten gezielt grosse Fische gefangen werden, teilte der Obwaldner Regierungsrat am Mittwoch mit. Diese seien jedoch populationsrelevant und ihre gezielte Befischung könne einen Fischbestand beeinträchtigen.

Auf Antrag der kantonalen Fischereikommission verbietet die Regierung daher die Technologie. Sie hat dazu die Ausführungsbestimmungen über die Fischerei angepasst. Die neuen Regeln treten ab 2023 in Kraft.

Für den Lungerersee, wo überwiegend gezüchtete Regenbogenforellen gefischt werden, und für den Wichelsee, auf dem keine Boote zugelassen sind, brauche es kein Verbot. Im Alpnachersee gelten die Bestimmungen des Fischereikonkordats Vierwaldstättersee. Auch hier wird die Live-Sonar Technologie kritisch betrachtet.

Um den Fischbestand in Obwaldner Seen zu schützen, verbietet es der Kanton zudem, nachts Trüschen zu angeln. Dagegen erweitert er die Fangzeiten vom Ufer des Sarnersees aus.

(sda)


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