Omikron: Impfstoff-Experte geht nicht von Neustart der Pandemie aus


News Redaktion
International / 27.11.21 13:47

Der Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona, Andrew Pollard, geht nicht von einem dramatischen Neuanfang der Pandemie durch die neue Variante Omikron aus. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in einer geimpften Bevölkerung einen Neustart der Pandemie wie im letzten Jahr geben wird", sagte der Immunologe von der Universität Oxford am Samstag in einem BBC-Interview. Man müsse einige Wochen warten, um sichere Ergebnisse zu haben, es gebe jedoch Anlass zur Hoffnung, dass die Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen weiterhin wirken würden. Im vergangenen Jahr war in Grossbritannien kurz vor Weihnachten die erste deutlich ansteckende Alpha-Variante aufgetaucht, die eine schwere Welle auslöste. Damals gingen die Corona-Impfungen gerade erst los.

ARCHIV - Andrew Pollard, Immunologe an der Universität Oxford und Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs, steht vor dem BBC Broadcasting House, nachdem er in der Andrew Marr Show aufgetreten war. Foto: Tayfun Salci/ZUMA Press Wire/dpa (FOTO: Keystone/ZUMA Press Wire/Tayfun Salci)
ARCHIV - Andrew Pollard, Immunologe an der Universität Oxford und Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs, steht vor dem BBC Broadcasting House, nachdem er in der Andrew Marr Show aufgetreten war. Foto: Tayfun Salci/ZUMA Press Wire/dpa (FOTO: Keystone/ZUMA Press Wire/Tayfun Salci)

Die nun im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante vereint Mutationen, die bereits bei früher als besorgniserregend eingestuften Varianten aufgetreten waren. Trotz dieser Mutationen haben die Impfstoffe schwere Erkrankungen verhindert, während wir uns von Alpha, Beta und Gamma bis hin zu Delta bewegt haben, sagte Pollard, der mit anderen Oxford-Forschern und dem Pharmakonzern Astrazeneca den Impfstoff entwickelt hat. Ausserdem zeigte sich der Wissenschaftler zuversichtlich, dass die Impfstoffe zeitnah auf die neue Variante hin angepasst werden könnten.

Die zunächst in Botsuana und Südafrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile als besorgniserregend eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

(sda)


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