Ostschweizer Literaturförderprogramm geht in die nächste Runde


Roman Spirig
Regional / 18.01.21 14:59

Die Ostschweizer Kantone haben 2017 zusammen mit dem Fürstentum Liechtenstein das Förderprogramm "Buch und Literatur Ost+" lanciert. Nun wurden die Mittel für die Fortsetzung und damit für weitere vier Jahre bewilligt.

Ostschweizer Literaturförderprogramm geht in die nächste Runde (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Ostschweizer Literaturförderprogramm geht in die nächste Runde (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Mit dem Programm soll das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren in der Literaturlandschaft der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein gestärkt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung von regionsübergreifenden Netzwerken sowie auf der Vermittlung. Der Start war 2017, die erste Etappe dauerte bis 2020. Insgesamt standen dafür 400000 Franken zur Verfügung.

Nun wurden die Mittel für weitere vier Jahre gesprochen. 2021 können damit neue Projekte ausgeschrieben werden. Eingeladen seien alle interessierten Kulturschaffenden, insbesondere aus dem Literatur- und Verlagswesen, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung der Ostschweizer Kantone vom Montag.

Wohin die Richtung geht, zeigten die ersten Projekte: Unterstützt wurden Teams oder Kollektive, es gab Symposien, Diskussionen und Treffen. Die Zürcher Autorin Annette Hug beschäftigte sich mit dem 1974 in der DDR erschienen Buch von Irmtraud Morgner: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura. Daraus entstand eine Publikation mit Texten von sechs Autorinnen, Journalistinnen und politisch engagierten Literaturfachfrauen.

In einer zweiten Phase wurden Projekte der Kuratorin und Gestalterin Annett Höland aus Vaduz und der St. Galler Künstlerin Sarah Elena Müller unterstützt. Erste Resultate würden im Lauf des Jahres erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, heisst es in der Mitteilung.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Nuttalls Wasserpest nimmt den Glarner Obersee wieder in Beschlag
Regional

Nuttalls Wasserpest nimmt den Glarner Obersee wieder in Beschlag

Im Obersee oberhalb Näfels im Glarnerland breitet sich die aus Nordamerika stammende invasive Pflanzenart Nuttalls Wasserpest wieder stark aus. Sie bedeckt trotz Bekämpfung inzwischen fast den ganzen Seegrund.

Kanton St. Gallen verzichtet weiterhin auf Massentests
Schweiz

Kanton St. Gallen verzichtet weiterhin auf Massentests

Der Kanton St. Gallen will auf gezielte Ausbruchstests und auf regelmässige Tests von bestimmten Gruppen setzen. Auf Massentests wird hingegen verzichtet. Über diese Strategie informierten am Donnerstag Vertreter der St. Galler Regierung.

Drug-Checking-Angebote können vor riskantem Konsum abhalten
Schweiz

Drug-Checking-Angebote können vor riskantem Konsum abhalten

Sogenannte Drug-Checking-Angebote können gemäss einer Studie für einen weniger riskanten Konsum von Drogen sensibilisieren. Zudem ermöglichten sie die Information der nur schwer zu erreichenden Gruppe der Gelegenheitskonsumierenden.

925 Covid-19-Patienten in Zürcher Stadtspital Waid und Triemli
Regional

925 Covid-19-Patienten in Zürcher Stadtspital Waid und Triemli

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Zürcher Stadtspital Waid und Triemli 925 Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandelt. Das entspricht einem Viertel aller mit dem Coronavirus hospitalisierten Menschen im Kanton Zürich.