Papst fordert Wachsamkeit - Treffen mit emeritiertem Benedikt XVI.


News Redaktion
International / 29.11.20 11:31

In der Sonntagsmesse zum ersten Advent hat Papst Franziskus an die Wachsamkeit der Gläubigen appelliert. Wenn man nur um sich selbst und seine Bedürfnisse kreise, fange man an, sich über alles zu beklagen, fühle sich als Opfer und sehe Verschwörungen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in der Predigt vor etwas mehr als 100 Gläubigen. Beklagen, sich als Opfer sehen, sich verschwören scheine heute über viele zu gelten, die Ansprüche für sich erhöben und für Andere kein Interesse zeigten.

Papst Franziskus trifft den emeritierten Papst Benedikt XVI. Foto: Divisione Produzione Fotografica/Vatican Media/AP/dpa (FOTO: Keystone/Vatican Media/AP/Divisione Produzione Fotografica)
Papst Franziskus trifft den emeritierten Papst Benedikt XVI. Foto: Divisione Produzione Fotografica/Vatican Media/AP/dpa (FOTO: Keystone/Vatican Media/AP/Divisione Produzione Fotografica)

Am Vorabend hatten sich Franziskus und 11 neu erhobene Kardinäle mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI. in der Kapelle des Klosters Mater Ecclesiae getroffen. Das Treffen habe in herzlicher Atmosphäre stattgefunden, hatte der Vatikan mitgeteilt.

Zuvor hatte Franziskus in einer ungewöhnlichen Zeremonie angesichts der Corona-Pandemie 13 Kirchenmänner aus allen Teilen der Welt zu Kardinälen erhoben. Zwei Kardinäle hatten wegen geltender Gesundheitsbestimmungen nicht persönlich kommen können.

Es war das siebte Konsistorium durch Franziskus seit 2014. Eine Hauptaufgabe der Kardinäle ist, einen neuen Papst im Konklave zu wählen. Insgesamt gibt es nun 229 Kardinäle. Nur 128 dürften an einer Papstwahl teilnehmen, da die Altersgrenze dafür bei 80 Jahren liegt. Für Deutschland würden laut Heiligem Stuhl der von Franziskus ernannte Kardinal Gerhard Ludwig Müller und die beiden unter Papst Benedikt XVI. erhobenen Kardinäle Reinhard Marx und Rainer Maria Woelki am Konklave teilnehmen.

(sda)


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