Patientendossiers nach Praxisschliessung in Ibach sichergestellt


News Redaktion
Regional / 09.01.23 11:23

Das Amt für Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz hat die Patientenakten einer mittlerweile geschlossenen Arztpraxis in Ibach sichergestellt. Die Ärztin hatte abgelaufene Coronaimpfungen verabreicht, worauf ihr die Berufsausübung vorläufig untersagt wurde.

Weil eine Ärztin in Schwyz abgelaufene Coronaimpfungen verabreichte, wurde ihre Praxis geschlossen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/LINO MIRGELER)
Weil eine Ärztin in Schwyz abgelaufene Coronaimpfungen verabreichte, wurde ihre Praxis geschlossen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/LINO MIRGELER)

Die Praxis ist seit November 2021 geschlossen. Im Zuge des Konkursverfahrens seien sämtliche physisch vorhandenen Patientenakten der Praxis sichergestellt worden, teilte der Kantonsarzt am Montag mit. Wer seine Akten benötigt, könne diese bei der Firma Archivsuisse AG schriftlich anfordern.

Noch nicht sicherstellen konnte das Amt die elektronischen Patientenakten. Man sei weiterhin darauf konzentriert, dies mittels beschlagnahmter Datenträger ebenfalls zu erreichen.

Gegen die Ärztin war Ende 2021 ein Strafverfahren eingeleitet worden. Sie soll verfallene Impfdosen an rund 100 Personen verabreicht haben. Darauf aufmerksam geworden war das Amt für Gesundheit und Soziales im Zusammenhang mit einem bereits laufenden Aufsichtsverfahren gegen die Ärztin.

Weil die Impfungen in der Praxis unzureichend dokumentiert waren, machte der Kanton einen Aufruf an Personen, die sich dort gegen das Coronavirus hatten impfen lassen. In der Folge meldeten sich 202 Personen, denen die Ärztin ein Covid-Zertifikat ausgestellt hatte. 46 von ihnen war eine Nachimpfung empfohlen worden.

(sda)


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