Personenfreizügigkeit wurde 2020 wegen Corona weniger genutzt


Roman Spirig
Regional / 15.09.21 12:25

2020 haben wegen der Coronapandemie deutlich weniger Personen aus einem EU- oder Efta-Land kurzfristig im Kanton Luzern gearbeitet. Bei den Kontrollen habe sich gezeigt, dass auch während der Pandemie die Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten worden seien, teilte WAS Wirtschaft Arbeit Soziales am Mittwoch mit.

Personenfreizügigkeit wurde 2020 wegen Corona weniger genutzt (Foto: KEYSTONE / DPA / A4281/_CHRISTIAN CHARISIUS)
Personenfreizügigkeit wurde 2020 wegen Corona weniger genutzt (Foto: KEYSTONE / DPA / A4281/_CHRISTIAN CHARISIUS)

Erbringt jemand aus der EU oder aus einem Efta-Staat im Kanton Luzern eine grenzüberschreitende Dienstleistung, muss diese der kantonalen Organisation WAS gemeldet werden. Solche Arbeitseinsätze sind auf 90 Tage beschränkt. Während 2019 insgesamt 23283 Meldungen eingegangen seien, seien es 2020 noch 17471 Meldungen gewesen, teilte WAS mit.

Das WAS führte 744 Kontrollen durch, die 2141 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrafen. Ein eigentliches Lohndumping sei nicht festgestellt worden, wohl aber einzelne Lohnunterbietungen, hiess es in der Mitteilung.

Zur Schwarzarbeit gingen 557 Verdachtsmeldungen ein. Davon seien in 386 Fällen die Hinweise konkret genug gewesen, um eine Kontrolle durchzuführen, teilte WAS mit. Total seien 620 Personen kontrolliert worden. Es sei in 248 Fällen Verstösse gegen das Ausländerrecht, das Sozialversicherungsrecht und das Quellensteuerrecht festgestellt worden.

Die Grenze zwischen Schwarzarbeit und legaler Tätigkeit sei oft fliessend und nicht auf den ersten Blick zu erkennen, teilte WAS mit. Die Feststellungen von solchen Sachverhalten seien nur mit einem sehr grossen Aufwand möglich. Teilweise würde auch die Polizei zugezogen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zürich behält grosszügigere Regelungen für Boulevardgastronomie bei
Schweiz

Zürich behält grosszügigere Regelungen für Boulevardgastronomie bei

Gastronomiebetriebe in der Stadt Zürich dürfen auch weiterhin im Freien mehr Sitzplätze anbieten als früher. Der grösste Teil der einst als Ausnahmeregelungen aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten Lockerungen bleibt dauerhaft bestehen.

Deutsche Regierung stellt
Wirtschaft

Deutsche Regierung stellt "Abwehrschirm," gegen Energiekrise bereit

Deutsche Konsumentinnen und Konsumenten wie auch Unternehmen sollen mit einem neuen "Abwehrschirm" von bis zu 200 Milliarden Euro wegen der stark steigenden Energiepreise gestützt werden.

Japan ehrt ermordeten Ex-Premier Abe mit Staatstrauerakt
International

Japan ehrt ermordeten Ex-Premier Abe mit Staatstrauerakt

Mit einem heftig umstrittenen Staatstrauerakt voller militärischem Pomp hat Japan den kürzlich ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe geehrt. Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von wütenden Protesten nahmen am Dienstag in Tokio rund 4300 Trauergäste aus dem In- und Ausland an dem Staatsakt in der Kampfsporthalle Nippon Budokan teil, darunter US-Vizepräsidentin Kamala Karris. Unter dem Donner von Kanonenschüssen trug Abes Witwe Akie in einen schwarzen, formellen Kimono gekleidet die Urne mit der Asche in die Halle. Die Trauergäste hatten vor einem riesigen Porträt des Ermordeten mit schwarzem Trauerflor Platz genommen.

Start der
International

Start der "Crew-5" zur ISS wegen Hurrikan erneut verschoben

Der auf den US-Bundesstaat Florida zusteuernde Hurrikan "Ian" hat auch den Startplan der nächsten Crew zur Internationalen Raumstation ISS durcheinandergewirbelt.