Petkovic zieht Bilanz: "Nicht gut genug"


Roman Spirig
Sport / 04.07.18 01:00

Er hat ziemlich dezidiert an den ersten Schweizer WM-Viertelfinal-Vorstoss seit 1954 gedacht und sich im Verlauf des Turniers in Russland nie gescheut, die Ziele ambitioniert beim Namen zu nennen: Vladimir Petkovic.

Petkovic zieht Bilanz: Nicht gut genug  (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)
Petkovic zieht Bilanz: Nicht gut genug (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)

Der SFV-Selektionär pokerte hoch, verlor gegen Schweden zwar nur knapp, aber in einem gewissen Sinn eben doch deutlich. Das 0:1 wiegt schwer, der Rückfall ist beträchtlich, die Enttäuschung fühlt sich grösser an als nach seinem ersten Achtelfinal-Out an der letzten EM in Frankreich.

Unmittelbar nach dem verhältnismässig geräuschlosen Abgang der Schweizer in St. Petersburg stellte sich der Tessiner den Fragen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Befürchten Sie nach dem verlorenen Spiel, dass dieser Rückschlag eine ganze Generation negativ prägt?

"Mein Team ist immer wieder zurückgekommen. Das war nach Brasilien (0:1 n.V. gegen Argentinien) so, nach Frankreich reagierten wir ebenfalls positiv. Das Erlebnis von heute ist mit jenem der letzten Europameisterschaft zu vergleichen. Am einen oder anderen Bereich müssen wir arbeiten und uns verbessern. Aber wir sind weiterhin auf gutem Weg."

Ihre Mannschaft konnte in einem Schlüsselmoment keine Energie und Emotionen aufbauen. Wie ist das zu erklären?

"Das Spiel war irgendwie nicht flüssig, sondern wie verklebt. Uns fehlte die Leichtigkeit, die Lockerheit. Wir traten als Favorit an - und leider sind wir mit dieser Rolle nicht gut umgegangen."

Werfen Sie sich selber vor, beim Team keine Emotionen entfacht zu haben?

"Es ist für mich schwierig, sofort nach dem Spiel alles zu analysieren. Es stimmt, uns haben heute die Emotionen gefehlt. Aber denken Sie bitte daran, dass wir nicht alleine auf dem Platz stehen. Der Gegner liess es nicht zu, dass wir die Emotionen entwickeln konnten."

Was bleibt zurück?

"Eine grosse Enttäuschung. Wir wollten mehr zeigen, waren aber nicht gut genug, das Spiel zu gewinnen."

(sda / Central Redaktion)


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