Pilotenstreik bei skandinavischer SAS zunächst aufgeschoben


News Redaktion
Wirtschaft / 29.06.22 10:22

Ein Pilotenstreik bei der Fluggesellschaft SAS in Skandinavien ist im letzten Augenblick aufgeschoben worden. Die Schlichtungsversuche werden um 72 Stunden fortgesetzt, wie SAS in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.

Zum Glück für die Passagiere: Zumindest vorläufig kein Pilotenstreik. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/JOHAN NILSSON/TT)
Zum Glück für die Passagiere: Zumindest vorläufig kein Pilotenstreik. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/JOHAN NILSSON/TT)

Nach Angaben der schwedischen Pilotenvereinigung wird der ursprünglich für Mittwoch angekündigte Streik damit zunächst auf Mitternacht in der Nacht zum Samstag verschoben.

Eigentlich hätte der Streik von rund 900 SAS-Piloten um Mitternacht beginnen sollen. Es gebe noch vieles, was bis zu einer Einigung gelöst werden müsse, erklärte der Vorsitzende der SAS-Pilotengruppe, Martin Lindgren. Ein Streik könne nur vermieden werden, wenn SAS wirklich den Willen zeige, den Piloten entgegenzukommen. Diese Chance wolle man dem Konzern geben. SAS wiederum erklärte, es sei weiter das Ziel, eine Übereinkunft zu erzielen und einen Streik zu vermeiden.

Die SAS-Führung und die schwedischen, norwegischen und dänischen Piloten verhandeln seit Wochen über einen Tarifvertrag. Die schwedische Pilotenvereinigung wirft dem Unternehmen unter anderem vor, die Pandemie genutzt zu haben, um fast die Hälfte der Piloten mit einem vereinbarten Recht auf Wiedereinstellung zu entlassen, dieses Recht aber ausser Kraft gesetzt zu haben.

Im Falle eines Streiks dürften Hunderte Flüge täglich in Skandinavien ausfallen, die meisten davon an den Flughäfen Oslo, Kopenhagen und Stockholm-Arlanda. Das Unternehmen rechnete damit, dass davon pro Tag etwa 20 000 bis 30 000 Passagiere betroffen sein könnten. Der letzte Pilotenstreik bei der SAS im Jahr 2019 dauerte gut sieben Tage. Knapp 4000 Flüge in Dänemark, Schweden und Norwegen wurden damals eingestellt. Insgesamt 360 000 Reisende waren betroffen.

(sda)


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