Polens Präsident Duda für zweite Amtzeit vereidigt


News Redaktion
International / 06.08.20 12:51

Polens Präsident Andrzej Duda hat den Eid für seine zweite fünfjährige Amtszeit abgelegt. Die Feier im polnischen Parlament am Donnerstag war gekennzeichnet von Corona-Schutzmassnahmen und Protesten der Opposition gegen Dudas Politik.

Andrzej Duda (M,r), Präsident von Polen, und seine Frau Agata Kornhauser-Duda (M,l), im Königlichen Schloss bei der Übergabezeremonie nach der Präsidentenwahl. Foto: Hubert Mathis/ZUMA Wire/dpa (FOTO: Keystone/ZUMA Wire/Hubert Mathis)
Andrzej Duda (M,r), Präsident von Polen, und seine Frau Agata Kornhauser-Duda (M,l), im Königlichen Schloss bei der Übergabezeremonie nach der Präsidentenwahl. Foto: Hubert Mathis/ZUMA Wire/dpa (FOTO: Keystone/ZUMA Wire/Hubert Mathis)

Heute ist die Demokratie stärker denn je, sagte Duda in seiner Rede. Er verwies auf die hohe Wahlbeteiligung, die bei der Stichwahl mehr als 68 Prozent betragen hatte.

Der 48 Jahre alte nationalkonservative Politiker hatte bei der Abstimmung am 12. Juli seinen liberalkonservativen Herausforderer, Warschaus Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, mit knappem Vorsprung geschlagen.

Duda betonte, er wolle sich um die Angelegenheiten kümmern, die für alle Polen am wichtigsten seien. Dies gelte nicht nur für seine Anhänger, sondern auch für die seiner politischen Rivalen. Meine Hand ist ausgestreckt zur Verständigung, sagte Duda. Abgeordnete der Opposition quittierten dies mit Gelächter.

Bei der feierlichen Amtseinführung waren viele Sitze im Plenarsaal des Parlaments leer. Die Fraktion von Trzaskowskis liberalkonservativem Bündnis Bürgerkoalition (KO) war nur mit einer Delegation vertreten.

Die Parlamentarierinnen des Linksbündnisses erschienen in bunten Kleidern, um die Regenbogenfarben darzustellen - das Symbol für die Bewegung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Menschen. Männliche linke Abgeordnete trugen Regenbogen-Masken. Duda hatte im Wahlkampf gegen sexuelle Minderheiten gehetzt und war dafür auch aus dem Ausland kritisiert worden.

(sda)


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