Politiker und Forscher fordern frühen G20-Gipfel wegen Corona-Krise


News Redaktion
International / 02.06.20 02:23

225 früher hochrangige Politiker, Gesundheitsexperten und Forscher haben einen zeitnahen G20-Gipfel gefordert. Damit soll armen Ländern in der Coronavirus-Krise geholfen werden.

Zahlreiche Persönlichkeiten setzen sich für einen rascheren G20-Gipfel als das geplante Novembertreffen ein - der Grund ist die Coronavirus-Pandemie. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Susan Walsh)
Zahlreiche Persönlichkeiten setzen sich für einen rascheren G20-Gipfel als das geplante Novembertreffen ein - der Grund ist die Coronavirus-Pandemie. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Susan Walsh)

Die Coronavirus-Pandemie treibe Millionen Menschen in die Armut, erklärten die Unterzeichner am Dienstag in einem offenen Brief.

Zu ihnen zählen auch der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer, der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, die britischen Ex-Premierminister Gordon Brown, Tony Blair und John Mayor sowie der frühere Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Die Unterzeichner fordern unter anderem einen erheblichen Schuldenerlass für arme Staaten sowie wirkungsvolle Finanzspritzen zur Unterstützung von Ländern mit schlechter Gesundheitsversorgung sowie für Impfstoffe gegen das Coronavirus.

Saudi-Arabien hat in diesem Jahr den Vorsitz in der Gruppe der 20, die zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels repräsentiert. Der G20 gehören die Europäische Union und 19 führende Wirtschaftsnationen an, darunter die USA, China, Russland und Deutschland.

Der nächste reguläre G20-Gipfel soll nach bisherigen Planungen erst in der zweiten Novemberhälfte in der saudischen Hauptstadt Riad stattfinden. Die Unterzeichner des Briefes halten das angesichts des Ausmasses der Coronavirus-Krise für zu spät. Werde nicht früher gehandelt, könnte eine zweite Covid-Welle die ärmsten Länder erfassen, hiess es.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Die andere Eröffnungsfeier
Sport

Die andere Eröffnungsfeier

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio am Freitag ab 13.00 Uhr wird etwas anders als bei früheren Austragungen - wegen der Corona-Pandemie und Neuerungen des IOC.

Coronafälle bei Schweizer Beachvolley-Gegnern
Sport

Coronafälle bei Schweizer Beachvolley-Gegnern

In Tokio sind gleich zwei Beachvolleyballer positiv auf das Coronavirus getestet worden, die in dieselben Gruppen zugelost sind wie Schweizer Duos. Bis am Freitag können die Verbände Spieler ummelden.

Parmelin trifft japanischen Premierminister Yoshihide Suga
Schweiz

Parmelin trifft japanischen Premierminister Yoshihide Suga

Bundespräsident Guy Parmelin hat in Tokio den japanischen Premierminister Yoshihide Suga getroffen. Suga sei bereit, Möglichkeiten zur Verbesserung des aktuellen Freihandelsabkommens auszuloten, sagte Parmelin am Samstagmorgen in einer Video-Schaltung.

Betschart/Hüberli bereits sicher in K.o.-Phase
Sport

Betschart/Hüberli bereits sicher in K.o.-Phase

Die Schweizer Beachvolleyballerinnen Nina Betschart und Tanja Hüberli sind an den Olympischen Spielen in Tokio bereits vor ihren ersten Gruppenspiel für die K.o.-Runden qualifiziert.