Polizei zeigt mehrere "Autoposer" an - Wagen beschlagnahmt


News Redaktion
Schweiz / 01.06.20 10:24

In den Kantonen St. Gallen, Aargau und Graubünden hat die Polizei Aktionen gegen sogenannte "Autoposer" durchgeführt. Mehrere Fahrer wurden verzeigt und deren Autos stillgelegt.

Die Kantonspolizei St.Gallen hat an mehreren Orten diverse Autoposer und nicht vorschriftsgemässe Autos kontrolliert. Fünf Autos wurden stillgelegt. 18 Männer wurden angezeigt. (FOTO: Kantonspolizei St. Gallen)
Die Kantonspolizei St.Gallen hat an mehreren Orten diverse Autoposer und nicht vorschriftsgemässe Autos kontrolliert. Fünf Autos wurden stillgelegt. 18 Männer wurden angezeigt. (FOTO: Kantonspolizei St. Gallen)

Indem sie ihre leistungsstarken Autos aufdrehten und die Sportauspuffanlagen bewusst knallen liessen, fielen die mehrheitlich jungen Männer in Innenstädten und Dörfern negativ auf. Die Kantonspolizei St. Gallen kontrollierte an mehrere Orten Autoposer und deren nicht vorschriftsgemässe Wagen. 18 Männer wurden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen angezeigt.

Fünf Autos wurden stillgelegt, da ihre Ausstattung nicht dem Strassenverkehrsgesetz entsprach, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Montag mitteilte. Die Kontrollschilder und Fahrzeugausweise mussten von den Besitzern abgegeben werden.

Am Sonntag wurden die Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen in Gossau, Wil, Heerbrugg und in Rorschach zudem durch einen Fahrzeugexperten des Strassenverkehrsamtes unterstützt.

Der Schwerpunkt lag bei Autos, welche technisch verändert wurden. Die Fahrer stellten die aufgemotzten Wagen zur Schau, und ihre Autos fielen durch Lärm akustisch auf, wie die Polizei schreibt. Verschiedentlich wurde festgestellt, dass Katalysatoren und Schalldämpfer fehlten. Es wurden ganze Auspuffrohre durchtrennt. Die Schalldämpfer wurden manipuliert, was zu grösserem Lärm der Autos führte, teilweise waren Flügelaufsätze (Spoiler) nicht vorschriftsgemäss.

Bei einem Motorrad wurde eine typenfremde Auspuffanlage und ein externer Luftfilter festgestellt, was zu einer Leistungssteigerung führte. Zwei Autofahrer fielen durch ihre aggressive Fahrweise in Wil auf. Auch in Heerbrugg konnte ein Auto beobachtet werden, bei welchem die Räder beim Anfahren durchdrehten und anschliessend das Heck ausbrach.

Auch die Kantonspolizei Aargau geht seit diesem Jahr verstärkt gegen Autoposer vor. In Aarau wurden drei Autos von jungen Männern stillgelegt. Experten des Strassenverkehrsamtes werden die drei Wagen nächste Woche einer eingehenden technischen Prüfung unterziehen.

Zusätzlich erfolgten Geschwindigkeitskontrollen auf einschlägig bekannten Raserstrecken. Die Polizei verzeigte über ein Dutzend fehlbare Lenker.

In Chur GR wurden 22 Fahrzeuglenker zur Anzeige gebracht. 19 Lenker verursachten vermeidbaren Lärm, insbesondere in den Nachtstunden und in Wohnquartieren, durch Hochdrehen des Motors und Beschleunigen, wie die Kantonspolizei Chur mitteilte. Zwei Automobilisten wurden wegen Nichtbeherrschen des Fahrzeuges zur Anzeige gebracht.

Auch in Zürich waren am Wochenende Fahrzeuglenker unterwegs, die unnötigen Lärm verursachten. Die Stadtpolizei Zürich verzeigte deshalb vier Fahrer.

(sda)


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