Predigten sollen nach Imam-Vorfall in Kriens aufgezeichnet werden


Roman Spirig
Regional / 16.10.19 15:40

Nach den Vorwürfen gegen einen Imam in Kriens hat die islamische Gemeinde Luzern (IGL) Empfehlungen herausgegeben. Der betroffene Moscheeverein will künftig Predigten aufzeichnen.

Predigten sollen nach Imam-Vorfall in Kriens aufgezeichnet werden (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Predigten sollen nach Imam-Vorfall in Kriens aufgezeichnet werden (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Der Verein Dar Assalam trenne sich vom Vorbeter, nachdem er vorübergehend festgenommen und verhört wurde, weil er zur Gewalt gegen Frauen aufgerufen haben soll, sagte Petrit Alimi, Präsident des IGL-Dachverbands am Mittwoch in Kriens vor den Medien. Vom Moscheeverein selber war aus beruflichen Gründen niemand anwesend.

Beide Vereine distanzierten sich erneut von radikalen Predigten und Reden. Wie lange der Imam bereits in Kriens tätig war, konnte keiner der Anwesenden genau sagen. Offenbar habe die Leitung des Moscheevereins Kenntnis davon gehabt, dass er in der Vergangenheit in Verbindung mit Terroristen gebracht, aber freigesprochen wurde.

Die besagte Predigt sei im August gegeben worden. Aus der Gemeinde habe es keine Kritik gegeben, die IGL erfuhr im September aus den Medien von den Vorwürfen. So sei ist ziemlich viel Zeit vergangen. Der Moscheeverein habe keine Video- und Tonaufnahmen gemacht.

Die IGL empfehle nun, künftig alle Predigten aufzuzeichnen und die Aufnahmen ein Jahr lang aufzubewahren. Zudem sollen die Gemeinden vier Personen einführen, die ständig bei Predigten dabei sind und einschreiten könnten. Der Moscheeverein Dar Assalam wolle diese Empfehlungen umsetzen.

(sda)

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