Preise im Euro-Raum steigen wieder


News Redaktion
Wirtschaft / 23.02.21 11:57

Nach Monaten sinkender Preise sind im Euro-Raum die Lebenshaltungskosten zum Jahresstart erstmals wieder gestiegen.

Die Lebenshaltungskosten in der Eurozone haben Anfang Jahr erstmals nach vier Monaten wieder zugenommen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS)
Die Lebenshaltungskosten in der Eurozone haben Anfang Jahr erstmals nach vier Monaten wieder zugenommen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS)

Im Januar zogen die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent an, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte.

Hinter dem Anstieg stehen unter anderem die Energiepreise, die weniger stark sanken als in den Monaten zuvor. Zudem machte sich die Rücknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung in Deutschland bemerkbar. Im Dezember und in den drei Monaten zuvor waren die Lebenshaltungskosten noch um jeweils 0,3 Prozent gesunken.

Mit den neuen Inflationsdaten ist das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter zwei Prozent Inflation, was sie als optimal für die Wirtschaft erachtet, wieder etwas näher gerückt. Die Währungshüter verfehlen ihre Zielmarke bereits seit Frühjahr 2013. Zuletzt hatten die zweite Pandemie-Welle und erneute harte Lockdown-Massnahmen in den Euro-Ländern die Wirtschaftsaktivität und damit die Inflationsentwicklung gebremst.

Energie verbilligte sich im Januar um 4,2 Prozent. Noch im Dezember waren die Energiepreise um 6,9 Prozent gesunken. Die Preise für Industriegüter ohne Energie erhöhten sich dagegen um 1,5 Prozent, nachdem sie im Dezember um 0,5 Prozent zurückgegangen waren. Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 1,4 Prozent.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Nationalrat stimmt bei neuen Geldwäschereiregeln für Minimallösung
Schweiz

Nationalrat stimmt bei neuen Geldwäschereiregeln für Minimallösung

Das Parlament will das Geldwäschereigesetz punktuell verschärfen, lehnt aber neue Regeln für Anwälte, Notare und andere Berater ab. Der Nationalrat ist am Montag weitgehend der Vorlage des Ständerats gefolgt. Es ist eine Minimalvariante auf Zeit.

Färöer-Inseln erstmals seit Juli 2020 ohne aktiven Corona-Fall
International

Färöer-Inseln erstmals seit Juli 2020 ohne aktiven Corona-Fall

Die Färöer-Inseln haben erstmals seit Juli 2020 keinen aktiven Corona-Fall mehr. Am Wochenende prangte eine blaue Null in der entsprechenden Auflistung auf der Corona-Webseite der Inselgruppe, nachdem dort bereits am späten Freitagabend zu lesen gewesen war: "Covid-free - for now" (Covid-frei - vorerst). Die vorerst letzte infizierte Person ist demnach am Freitag als gesund erklärt und aus der Quarantäne entlassen worden.

Mehr als 50 Millionen Menschen in USA haben Corona-Erstimpfung
International

Mehr als 50 Millionen Menschen in USA haben Corona-Erstimpfung

In den USA haben bislang mehr als 50 Millionen Menschen mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen.

Lausanne-Sport im Aufwind, Lugano tritt an Ort
Sport

Lausanne-Sport im Aufwind, Lugano tritt an Ort

Lausanne-Sport setzt seinen Aufwärtstrend in der Super League in der 22. Runde fort. Die Waadtländer feiern gegen Lugano einen verdienten 2:0-Sieg und rücken in der Tabelle auf Rang 6 vor.