Probleme mit Klimaanlagen in neuen Zügen sorgen bei SBB für Ärger


Roman Spirig
Regional / 06.12.18 16:44

Zwischen Genf und St. Gallen verkehren zum Fahrplanwechsel am kommenden Wochenende noch keine neuen Doppelstockzüge des Typs "FV-Dosto". Der Hersteller Bombardier muss erst noch verschiedene Störungen bei Klimaanlagen und Kundeninformationssystemen beheben.

Probleme mit Klimaanlagen in neuen Zügen sorgen bei SBB für Ärger  (Foto: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Probleme mit Klimaanlagen in neuen Zügen sorgen bei SBB für Ärger (Foto: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)

Deshalb nehmen die neuen Doppelstockzüge der SBB den fahrplanmässigen Einsatz vorerst nur schrittweise auf, wie es in einem Blogeintrag des Unternehmens heisst. Der "FV-Dosto" verkehrt wie geplant zwischen Chur, St. Gallen, Zürich und Basel, aber nicht auf der Hauptlinie IC1 zwischen Genf und St. Gallen, weil nicht alle Kompositionen betriebsbereit sind.

Immer wieder auftauchende Probleme und Einsprachen hatten den Einsatz der milliardenteuren SBB-Züge bereits um rund sechs Jahre verzögert. "Es handelt sich nicht um neue Probleme, das Rollmaterial ist einfach noch nicht zu hundert Prozent fertig", sagte SBB-Sprecher Daniele Pallecchi am Donnerstag auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA.

Es komme für das Unternehmen nicht infrage, unfertiges Rollmaterial auf die Schienen zu setzen. "Das käme bei den Kunden nicht gut an." Auswirkungen für Bahnbenutzer habe die erneute Verspätung nicht, sagte Pallecchi. "Die Züge fahren, die Kapazitäten bleiben gleich." Zudem stehe zum Fahrplanwechsel am Sonntag die "Nagelprobe" für einen Teil der neuen Züge an.

"Voraussichtlich noch vor Weihnachten" sollen sie dann auch zwischen St. Gallen und Genf-Flughafen unterwegs sein. Ärgerlich ist die Verzögerung für die SBB aber dennoch - vor allem, weil es nicht die erste ist. Deshalb hat das Unternehmen den Ton gegenüber dem Hersteller verschärft.

"Die SBB erwartet von Bombardier, dass die Mängel umgehend behoben werden, damit die Züge wie geplant auch auf der IC1-Linie eingesetzt werden können", heisst es im Blogeintrag. Der Hersteller habe zugesichert, alles daranzusetzen, die Fahrzeuge auf den geforderten Stand zu bringen und werde dabei aktiv von den Spezialisten der SBB unterstützt.

(sda)


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