Putin will Beziehungen zu Taliban in Afghanistan verbessern


News Redaktion
International / 28.06.22 18:37

Vor dem Hintergrund der katastrophalen Beziehungen Russlands zum Westen hat der Kreml sein Interesse an einer Verbesserung des Verhältnisses zu den militant-islamistischen Taliban in Afghanistan betont. "Wir tun alles dafür, dass sich die Situation in dem Land normalisiert und versuchen, Beziehungen zu den politischen Kräften aufzubauen, die die Lage kontrollieren", sagte Russlands Präsident Wladimir Putin am Dienstag bei einem Besuch in der an Afghanistan grenzenden Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan laut der Nachrichtenagentur Interfax.

ARCHIV - Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik über AP veröffentlichte Bild zeigt Wladimir Putin, Präsident von Russland. Foto: Evgeny Biyatov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Pool Sputnik Kremlin/AP/Evgeny Biyatov)
ARCHIV - Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik über AP veröffentlichte Bild zeigt Wladimir Putin, Präsident von Russland. Foto: Evgeny Biyatov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Pool Sputnik Kremlin/AP/Evgeny Biyatov)

Seit dem Sommer 2021 herrschen die Taliban in Afghanistan. International wird das Regime nicht anerkannt - auch in Russland gelten die Taliban offiziell als islamistische Terrororganisation. Allerdings war schon auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg eine Taliban-Delegation anwesend.

In Tadschikistan ist Putin auf seiner ersten Auslandsreise seit dem von Russland Ende Februar begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Er wolle sich ein Bild von der Lage in Zentralasien machen, sagte Putin beim Gespräch mit dem autoritären tadschikischen Präsidenten Emomali Rachmon. Er sprach von einer "gemeinsamen Verantwortung" für die Stabilität in der Region. Russland unterhält in Tadschikistan eine Militärbasis. Am Mittwoch will Putin in das ebenfalls zentralasiatische und einst sowjetische Land Turkmenistan reisen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kandidierende für Zuger Wahlen können Klima-Position beziehen
Regional

Kandidierende für Zuger Wahlen können Klima-Position beziehen

Mit Blick auf die Gesamterneuerungswahlen im Kanton Zug vom 2. Oktober hat die Gruppierung Klimastreik Zug eine Umfrage bei den Kandidierenden lanciert. Darin können diese ihre Positionen zu umweltrelevanten Fragen darlegen.

600-Tonnen-Bahnhofsgebäude in Lugano TI um 40 Meter verschoben
Schweiz

600-Tonnen-Bahnhofsgebäude in Lugano TI um 40 Meter verschoben

In Lugano TI ist ein 600 Tonnen schweres Bahnhofsgebäude um 40 Meter verschoben worden. Die Aktion auf Schienen am Mittwochvormittag war notwendig, um die Aushubarbeiten für eine Unterführung im Stadtteil Besso voranzutreiben.

Erster Getreidefrachter aus Ukraine in UN-Auftrag unterwegs
International

Erster Getreidefrachter aus Ukraine in UN-Auftrag unterwegs

Der erste Getreidefrachter im Auftrag der Vereinten Nationen ist am Dienstag aus dem ukrainischen Hafen Piwdennyj mit Weizen für Afrika ausgelaufen. Das bestätigte eine UN-Sprecherin des Koordinationszentrums in Istanbul der Deutschen Presse-Agentur. Informationen wonach das Schiff "Brave Commander" sich schon am Sonntag auf dem Weg gemacht habe, seien falsch. Es sei am Sonntag lediglich beladen worden. Der Gouverneur des Gebiets Odessa, Maxym Martschenko, hatte am Sonntag zunächst auf Telegram erklärt, der Frachter sei schon unterwegs.

Polens Regierung: Keine toxischen Stoffe im Wasser der Oder entdeckt
International

Polens Regierung: Keine toxischen Stoffe im Wasser der Oder entdeckt

In den untersuchten Wasserproben aus der Oder sind nach Angaben von Polens Regierung bislang keine toxischen Substanzen entdeckt worden, die das Fischsterben verursacht haben. In den Proben toter Fische seien zudem keine Hinweise auf Pestizide gefunden worden, sagte Umweltministerin Anna Moskwa am Dienstag in Warschau.