Radweg-Kredit für Urner Talboden mit grossem Mehr gesprochen


Redaktion (allgemein)
Regional / 20.05.20 17:12

Mit einem Ja zum Verpflichtungskredit für den Bau neuer Radwege für 7,7 Millionen Franken hat der Urner Landrat am Mittwoch auch gleich 8 Millionen Franken für den Ausbau bestehender Radwege ausgelöst. In den Genuss kommen vorerst Attinghausen, Seedorf und Schattdorf.

Radweg-Kredit für Urner Talboden mit grossem Mehr gesprochen (Foto: KEYSTONE /  / )
Radweg-Kredit für Urner Talboden mit grossem Mehr gesprochen

Im zweiten Anlauf war die Urner Regierung mit dem Radweg-Geschäft im Parlament erfolgreich, nachdem dieses im Januar den Kredit noch abtraktandiert hatte. Ihm hatte es damals an Fakten gemangelt. Nun stimmte es dem Verpflichtungskredit mit 44 zu 16 Stimmen zu.

Behandelt wurde wie von der landrätlichen Baukommission gewünscht, nur die Finanzierung der ersten Tranche mit den Radwegen Altdorf-Seedorf, Attinghausen Reussbrücke und Attinghausen-Schattdorf. Es handelt sich um insgesamt 15,7 Millionen Franken. Davon sind 8 Millionen Franken gebundene Ausgaben und 7,7 Millionen Franken sind neue Ausgaben.

Die Kostengenauigkeit beträgt plus/minus 30 Prozent. Baudirektor Roger Nager erklärte dies damit, dass noch ein Plangenehmigungsverfahren nötig sei und Einsprachen möglich seien. Die Prognosegenauigkeit entspreche aber den Normen.

Das Radwegkonzept als Ganzes ist mit Kosten von insgesamt 25,6 Millionen Franken veranschlagt. Davon werden 20,6 Millionen Franken zur Mitfinanzierung im Agglomerationsprogramm des Bundes eingereicht.

CVP, FDP und SP/Grüne standen hinter der Vorlage. Uri habe beim Bau von Radwegen grossen Nachholbedarf, sagte der CVP-Sprecher. Gerade im Talboden sei das Velo ein sinnvolles Verkehrsmittel.

Die Sprecherin von SP/Grüne sagte, die heutige Situation sei für Autofahrer und Velofahrer gefährlich. Es habe auf den Urner Strassen schlicht zu wenig Platz.

Auch für die FDP sind sichere Velowege ein Bedürfnis der Bevölkerung. Zudem seien Investitionen durch den Kanton ein wichtiges Zeichen in der Krise.

Der SVP waren die geplanten Radwege aber schlicht zu teuer. Die Vorlage sei nicht im Sinne des Steuerzahlers, sagte ein Sprecher, und beantragte, sie an die Regierung zurückzuweisen. Es solle mit dem gleichen Gesamtbetrag eine grössere Anzahl Velowege realisiert werden. Der Antrag scheiterte aber mit 44 zu 14 Stimmen.

Der Kredit für die neuen Ausgaben soll den Urner Stimmberechtigten im September 2020 vorgelegt werden.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Myanmar: Achtjährige wird während Lockdown zum Star in der Küche
International

Myanmar: Achtjährige wird während Lockdown zum Star in der Küche

Ein achtjähriges Mädchen in Myanmar ist während des Lockdowns zu einer kleinen Starköchin geworden - ihre Videos gehen viral. "Weil ich nicht nach draussen gehen konnte, begann ich Mama und Papa beim Kochen zu helfen, und ich liebe es", sagte Moe Myint May Thu der Deutschen Presse-Agentur.

Regional

"Düstere Finanzprognosen": Horw präsentiert Weg aus der Krise

Der Horwer Gemeinderat geht davon aus, dass sich die finanzielle Zukunft der Gemeinde verschlechtern wird. Mit einem Finanzberater hat er nun die Finanzstrategie 2026 für den Weg aus der Krise entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Steuerfuss angehoben wird.

KKJPD empfiehlt Verbot von Demos von nationalem Interesse
Schweiz

KKJPD empfiehlt Verbot von Demos von nationalem Interesse

Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) empfiehlt den Kantonen, Demonstrationen nicht zu bewilligen, wenn das öffentliche Interesse am Thema gross ist. Nur so könne die Beschränkung auf 300 Teilnehmende eingehalten werden.

Nationalrat heisst Verlängerung des Swisscoy-Einsatzes gut
Schweiz

Nationalrat heisst Verlängerung des Swisscoy-Einsatzes gut

Der Nationalrat ist trotz kritischer Töne einverstanden damit, den Swisscoy-Einsatz im Kosovo bis Ende 2023 zu verlängern. Auch der Erhöhung des Bestandes auf bis zu 195 Armeeangehörige stimmte die grosse Kammer zu.