Rapperswil-Jona Lakers: Spielen für Coach Tomlinson


News Redaktion
Sport / 13.04.21 23:28

Der grosse Abwesende zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals ist Jeff Tomlinson: Der Coach der Rapperswil-Jona Lakers steht krankheitshalber nicht an der Bande.

Fehlte den Rapperswil-Jona Lakers am Dienstag in Lugano: der erkrankte Coach Jeff Tomlinson (FOTO: KEYSTONE/MARCEL BIERI)
Fehlte den Rapperswil-Jona Lakers am Dienstag in Lugano: der erkrankte Coach Jeff Tomlinson (FOTO: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

Die Rapperswil-Jona Lakers, der Überraschungsgast in diesen Viertelfinals, zeigen zwei Drittel lang auch in Lugano, warum sie im Achtelfinal das favorisierte Biel ausgeschaltet haben. Erst in den letzten 18 Minuten zieht der Qualifikations-Zweite aus dem Tessin von 3:2 auf 6:2 davon. Im Mittelpunkt steht in der Resega aber einer, der gar nicht da ist.

Coach Jeff Tomlinson muss, wie schon in den letzten beiden Partien der Qualifikation, krankheitsalber passen. Es handle sich nicht um Corona, geben die Verantwortlichen der Lakers bekannt. Mehr wollen sie aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht sagen. Aber: Wir gehen davon aus, dass er am Donnerstag wieder an der Bande steht, erklärt CEO Markus Bütler. Dazu muss man wissen: Tomlinson leidet an einer schweren Nierenkrankheit und lebt seit 2019 nach einer Transplantation mit einer Niere seines Bruders.

Umso emotionaler ist die Endphase dieser Saison für die Spieler der Lakers, zumal Tomlinsons Vertrag nach sechs Jahren nicht verlängert wird. Es sind also die letzten gemeinsamen Spiele mit Tomlinson. Ausgerechnet beim ersten Playoff-Viertelfinal von Rapperswil-Jona seit 13 Jahren fehlt er nun aber, in Lugano coacht sein Assistent Niklas Gällstedt.

Er ist eine grosse Persönlichkeit, sagt SCRJ-Stürmer Kay Schweri nach der 2:6-Niederlage über Tomlinson. Er gibt uns noch mehr Sicherheit. Entsprechend hätten sie für ihn spielen wollen. Aber es war nicht genug, bedauert Schweri. Wie es im zweiten Spiel am Donnerstag besser gehen soll, weiss er auch: Wir müssen an den kleinen Fehlern arbeiten und uns mehr Chancen kreieren. Dannzumal, so hoffen alle, wieder mit einem genesenen Jeff Tomlinson.

Erschwerend auswirken könnte sich für die Lakers allerdings, dass ihr bester Spieler und PostFinance-Topskorer Roman Cervenka nach dem Startdrittel nicht mehr aufs Eis zurückkehren konnte.

(sda)


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