Real Madrid rettet sich ins Unentschieden


Roman Spirig
Sport / 01.10.19 22:59

Um ein Haar hätte Real Madrid zum ersten Mal seine ersten zwei Spiele einer Gruppenphase der Champions League verloren. Dem 0:3 bei Paris Saint-Germain folgte ein erknorztes 2:2 daheim gegen den FC Brügge.

Real Madrid rettet sich ins Unentschieden (Foto: KEYSTONE / EPA / Rodrigo Jimenez)
Real Madrid rettet sich ins Unentschieden (Foto: KEYSTONE / EPA / Rodrigo Jimenez)

Der 21-jährige Nigerianer Emmanuel Dennis ist ein wenig bekannter Stürmer in Diensten Brügges, des Zweiten der letzten belgischen Meisterschaft. In Brügges Kader ist er noch kein fester Wert, oftmals spielt er durch, oftmals verbringt er ganze Partien auf der Ersatzbank. Im Bernabeu war er gut genug, den möglichen sensationellen Sieg mit zwei Toren in der ersten Halbzeit aufzugleisen. Nach neun Minuten skorte er, nachdem er aus eine vermutlichen Offside gestartet war, und nach 39 Minuten erzielte er das zweite Tor auf akrobatische Weise. Als er in den Strafraum eindrang, kam er ins Stolpern. Es gelang ihm aber gerade noch, auf den Beinen zu bleiben und den Ball an Thibaut Courtois, Reals belgischem Goalie, vorbeizuspitzeln. Courtois, der bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen hatte, wurde in der Pause ersetzt.

Die Madrilenen, bei denen der prominente Neuzugang Eden Hazard abermals nichts Zählbares zustande brachte, waren die meiste Zeit überlegen und kamen zu den besseren Chancen. Er reichte zum Anschlusstor von Innenverteidiger Sergio Ramos kurz nach der Pause und zum Ausgleich nach 86 Minuten. Casemiro stürzte sich in eine weit gezogene Freistossflanke von Toni Kroos und traf mit einem prächtigen Kopfball. Zwei Minuten vor dem Ausgleich war ein Spieler Brügges mit Gelb-rot vom Platz gestellt worden.

Trainer Zinédine Zidane muss einen Sieg im nächsten Spiel bei Galatasaray Istanbul als höchstes Ziel ausgeben, wenn Real nicht zum ersten Mal in der Klubgeschichte in den Gruppenspielen der Königsklassen hängenbleiben soll.

Real liegt schon fünf Punkte hinter Paris Saint-Germain, das mit einem 1:0-Erfolg bei Galatasaray Istanbul die Pflicht gut erfüllte. Der argentinische Stürmer Mauro Icardi, der anstelle des gesperrten Neymar zum Zug kam, erzielte das Tor kurz nach der Pause.

Bayern München zeigte, dass es auch nach dem Scheitern gegen Liverpool in der letzten Saison mit englischen Topklubs mithalten kann. Mit einem 7:2 bei Tottenham Hotspur gewann die Mannschaft von Trainer Niko Kovac auch ihr zweites Spiel in der Gruppe B sehr deutlich. Nach einem frühen Rückstand erzielten die Münchner vier Tore am Stück. Zwei davon markierte Serge Gnabry, der neue Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft in der zweiten Halbzeit innerhalb von drei Minuten. Gnabry besorgte in der Schlussphase zwei weitere Tore, und dazwischen zeichnete sich Robert Lewandowski als Doppeltorschütze aus.

In der Gruppe D haben sich Juventus Turin (3:0 gegen das punktelose Bayer Leverkusen) und Atlético Madrid (2:0 bei Lokomotive Moskau) früh in gute Positionen gebracht.

(sda)


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