Rega erhöht die Beiträge für Gönnerinnen und Gönner


Roman Spirig
Schweiz / 13.01.21 12:41

Die Rega hat 2021 erstmals seit fast 30 Jahren die Gönnerbeiträge erhöht. Gründe sind der Ausbau der medizinischen Versorgung aus der Luft, gestiegene Kosten in den stark regulierten Bereichen Medizin und Aviatik sowie geplante Investitionen.

Rega erhöht die Beiträge für Gönnerinnen und Gönner (Foto: KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Rega erhöht die Beiträge für Gönnerinnen und Gönner (Foto: KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Die Information der Gönnerinnen und Gönner per Brief sei vor zwei Wochen angelaufen, sagte Rega-Sprecher Adrian Schindler gegenüber Keystone-SDA. Der Privatsender Radio Pilatus hatte am Mittwoch über die Erhöhung der Beiträge berichtet.

Für Einzelpersonen steigt der Beitrag von 30 auf 40 Franken, für Paare ohne Kinder von 60 auf 80 und für Familien von 70 auf 80 Franken. Kleinfamilien - ein Elternteil mit Kindern - bezahlen wie bisher 40 Franken. Die Beiträge wurden seit 1992 nicht mehr erhöht.

Die Kosten in den stark regulierten Bereichen Medizin und Aviatik seien stark gestiegen, begründete Schindler den Anstieg. Auch habe die Rega ihre medizinische Grundversorgung aus der Luft laufend ausgebaut und verbessert. In den kommenden Jahren plane sie zudem, neue Luftfahrzeuge anzuschaffen.

Ein Teil der steigenden Kosten konnte aufgefangen werden, weil auch die Zahl der Gönner zunahm. Die Erhöhung der Beiträge sei langfristig geplant gewesen, damit die Rega ihre Leistungen in der Luftrettung auch in der Zukunft erbringen könne, sagte Schindler.

Die Rega ist eine gemeinnützige private Stiftung ohne Subventionen der öffentlichen Hand. Sie zählt nach eigenen Angaben rund 3,6 Millionen Gönnerinnen und Gönner und betreibt zwölf Helikopterbasen und betreibt drei Ambulanzjets.

Sie arbeitet mit Gönnerbeiträgen und den Mitteln, die sie für ihre Einsätze an Versicherungen verrechnen kann. Muss keine Versicherung für einen Rega-Einsatz bezahlen, kann die Rega ihren Gönnern und Gönnerinnen die Kosten erlassen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Beat Feuz hat die Monumente in der Tasche
Sport

Beat Feuz hat die Monumente in der Tasche

Beat Feuz schliesst in Kitzbühel die grösste Lücke in seinem Palmarès. Der 33-jährige Abfahrer mit den Instinkten eines Champions gehört jetzt zu den ganz Grossen seiner Zunft.

Mehr als 3400 Festnahmen bei Nawalny-Protesten in Russland
International

Mehr als 3400 Festnahmen bei Nawalny-Protesten in Russland

Bei Protesten für die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny am Samstag in Russland sind Bürgerrechtlern zufolge mehr als 3400 Menschen festgenommen worden.

Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beginnt in zweiter Februarwoche
International

Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beginnt in zweiter Februarwoche

Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll in der zweiten Februarwoche beginnen. Das kündigte der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, am Freitag (Ortszeit) an.

Frau gerät unter Dachlawine
Schweiz

Frau gerät unter Dachlawine

Eine 41-Jährige ist am Samstagabend in der Innenstadt von St. Gallen unter eine Dachlawine geraten. Sie erlitt leichte Verletzungen. Die Stadtpolizei sperrte die Umgebung des betroffenen Hauses ab, weil auf dem Dach noch viel Schnee liegt.