Regierung beantwortet Vorstoss - Grossrätinnen nicht zufrieden


News Redaktion
Schweiz / 24.02.21 12:20

50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts bleibt die Umsetzung der Gleichberechtigung in den politischen Gremien "eine wichtige Herausforderung". Dies schreibt die Thurgauer Regierung in ihrer Antwort auf einen Vorstoss im Grossen Rat. Die Jungen könnten dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

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Mit einem "Marsch auf Bern" demonstrieren Frauenrechts-Aktivistinnen und weitere Personen am 1. März 1969 für die Einführung des Frauenstimmrechts (Archivbild). (FOTO: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/JOE WIDMER)

Die jungen Stimmberechtigten seien aufgerufen, die damals erkämpften und heute selbstverständlichen Möglichkeiten zu nutzen, schreibt die Regierung. Sie sollten sich aktiv am politischen Leben beteiligen, mindestens durch die Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen.

Den vielen Aktionen zum Jubiläum 50 Jahre Frauenstimmrecht von Frauenorganisationen, politischen Parteien und anderen Gruppierungen steht die Regierung positiv gegenüber. Vielfältige Aktivitäten - zum Beispiel mit Plakaten der damaligen Abstimmungskampagne - seien auch an den Sekundarschulen und den Berufs- und Mittelschulen geplant.

Angesichts dieser Aktivitäten sei kein direkt vom Regierungsrat initiiertes zusätzliches Projekt geplant. Genau dies hatten acht Grossrätinnen aller Parteien mit ihrer Anfrage im vergangenen Dezember angeregt. Sie zeigten sich jetzt in einer Stellungnahme nicht zufrieden mit der Antwort der Regierung.

Sie bedauerten, dass der Kanton zum Jubiläum nicht selbst etwas aktiv beitragen oder auf bestehende Diskrepanzen in Fragen der Gleichstellung hinweisen wolle. Eine Idee wäre eine Feier zur Erinnerung an die Annahme des kantonalen Frauenstimmrechts vor 50 Jahren. Diese jährt sich am 12. Dezember 2021 zum 50. Mal.

(sda)


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