Regierung in Wien einigt sich auf Regeln für assistierten Suizid


News Redaktion
International / 23.10.21 17:12

In Österreich hat sich die Regierung auf eine gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe geeinigt.

Karoline Edtstadler (ÖVP, l-r), Verfassungsministerin von Österreich, Wolfgang Mückstein (Grüne), Gesundheitsminister von Österreich, und Alma Zadic (Grüne), Justizministerin von Österreich, kommen zu einer Pressekonferenz, um über die gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe in Österreich zu reden. Foto: Michael Gruber/APA/dpa (FOTO: Keystone/APA/Michael Gruber)
Karoline Edtstadler (ÖVP, l-r), Verfassungsministerin von Österreich, Wolfgang Mückstein (Grüne), Gesundheitsminister von Österreich, und Alma Zadic (Grüne), Justizministerin von Österreich, kommen zu einer Pressekonferenz, um über die gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe in Österreich zu reden. Foto: Michael Gruber/APA/dpa (FOTO: Keystone/APA/Michael Gruber)

Wer Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen will, kann ab 2022 eine Sterbeverfügung treffen - ähnlich der Patientenverfügung, wie mehrere Ministerien am Samstag berichteten. Der Zugang ist auf dauerhaft Schwerkranke oder unheilbar Kranke beschränkt. Ausgeschlossen sind Minderjährige. In Apotheken wird ein letales Präparat erhältlich sein.

Die Regelung ist notwendig geworden, da der Verfassungsgerichtshof (VfGH) das Verbot des assistierten Suizids in Österreich mit Ende 2021 aufgehoben hat - nicht allerdings das Verbot der aktiven Sterbehilfe.

Vor einer Sterbeverfügung müssen zwei Ärzte den Patienten aufklären. Dann ist der Sterbewillige berechtigt, ein tödliches Präparat in einer Apotheke abzuholen. In der Verfügung kann auch eine Person bestimmt werden, die dieses Mittel für den Betroffenen abholt. Das Präparat muss selbstständig zugeführt werden. Vor Ausstellen einer Verfügung muss eine Frist von zwölf Wochen eingehalten werden. Ziel ist die Überwindung von akuten Krisenphasen. Sollten Kranke nur eine sehr geringe Zeit zu leben haben, dann verkürzt sich diese Frist auf zwei Wochen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Ukraine ruft Nato zu mehr Unterstützung im Konflikt mit Russland auf
International

Ukraine ruft Nato zu mehr Unterstützung im Konflikt mit Russland auf

Die Ukraine wünscht sich von der Nato eine noch stärke Unterstützung im Konflikt mit Russland.

Biontech-Chef: Haben noch harte Monate vor uns
International

Biontech-Chef: Haben noch harte Monate vor uns

Den Menschen in Deutschland stehen nach Ansicht von Biontech-Chef Ugur Sahin wegen der vierten Pandemie-Welle noch "harte vier, fünf Monate" bevor.

Barbados sagt sich von Krone los - Queen als Staatsoberhaupt abgelöst
International

Barbados sagt sich von Krone los - Queen als Staatsoberhaupt abgelöst

Queen Elizabeth II. verliert eine ihrer Perlen: Die Karibikinsel Barbados hat sich von der britischen Krone losgesagt und zur Republik erklärt.

Nationalrat will neun statt sieben Bundesräte
Schweiz

Nationalrat will neun statt sieben Bundesräte

Die Landesregierung soll nach dem Willen des Nationalrats künftig neun statt sieben Mitglieder haben. Er hat sich am Montag für eine Regierungsreform ausgesprochen.