Reichmuth bei Premiere gleich Brünig-Sieger!


Roman Spirig
Schwingen / 28.07.19 19:04

Der Zuger Pirmin Reichmuth triumphierte erstmals auf dem Brünig. 50 Punkte nach fünf Gängen genügten als Polster, um sich nach einem Gestellten im Schlussgang gegen seinen Innerschweizer Weggefährten Joel Wicki zum alleinigen Sieger küren zu lassen.

Reichmuth bei Premiere gleich Brünig-Sieger! (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Reichmuth bei Premiere gleich Brünig-Sieger! (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Reichmuth kam zu seinem vierten Kranzfest-Sieg, die er alle in dieser Saison realisiert hat. Nach dem Zuger, Urner und Luzerner Kantonalen gewann der 24-Jährige aus Cham auch den Klassiker auf dem Brünig. Reichmuth war dermassen überlegen, dass er im Schlussgang kein Risiko mehr eingehen musste. Deshalb suchte er in der Schlussphase des letzten Kampfes den Sieg nicht mehr. Reichmuth ist der erste Zuger Sieger auf dem Brünig seit Rolf Zimmermann 1999.

Wie schon 2018 stand Joel Wicki - damals gegen Killian Wenger - im Schlussgang. Auch er hatte zuvor fünf Duelle gewonnen, wies aber einen halben Punkt Rückstand gegenüber Reichmuth auf. Der Sörenberger muss weiter auf den ersten Triumph auf dem Brünig warten. Sowohl Reichmuth (mit Kilian Wenger) als auch Wicki (mit Matthias Glarner) bezwangen während des Festes einen Schwingerkönig. Die Innerschweizer stellten nicht nur beide Schlussgangteilnehmer, sie waren den ganzen Tag drückend überlegen. Am Ende gewannen die Innerschweizer 11 der 19 abgegeben Kränze. Den Berner bleiben acht Eichenlaube, die Südwestschweizer gingen im Dauerregen leer aus.

Vier Wochen vor dem Eidgenössischen Fest deutet nichts darauf hin, dass die Berner in Zug als Übermacht auftreten werden, wie sie es in den vergangenen Jahren an Festen mit eidgenössischem Zuschnitt taten. In sehr vielen Spitzenduellen mit den Innerschweizern zogen sie den Kürzeren.

Schwingerkönig Kilian Wenger konnte sich im 1. Gang gegen Pirmin Reichmuth nur bis zum zweiten Zug auf den Beinen halten, nachdem er schon auf dem Weissenstein zum Auftakt überfordert gewesen war, damals gegen Samuel Giger. Der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner - das zeigte sich auch an seinem Heimfest auf der Brünig-Passhöhe - braucht weiterhin Zeit und Praxis, um eventuell wieder der Alte zu werden. Der Meiringer stellte zu Beginn gegen Christian Schuler und verlor noch vor dem Mittag gegen Wicki. Matthias Aeschbacher, wie Wicki noch nicht mit einem eidgenössischen Kranz dekoriert, liess den beachtenswerten Siegen am Schwarzsee und am Südwestschweizer Fest in Leukerbad einen schwachen Auftritt auf dem Weissenstein folgen, wo er nur zwei Gänge gewann. Am Brünig verlor der Emmentaler früh gegen Benji von Ah, bevor er unter anderen Sven Schurtenberger ins Sägemehl bettete.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Basel steckt sechs Millionen in 1000 Solar-Press-Abfallbehälter
Schweiz

Basel steckt sechs Millionen in 1000 Solar-Press-Abfallbehälter

In Basel werden in den nächsten Jahren sämtliche öffentlichen Abfallkübel durch solarbetriebene Press-Müllbehälter ersetzt. Das erste Exemplar wurde am Donnerstag in Betrieb genommen.

Zürcher Gesundheitsdirektion schafft neues Amt für Gesundheit
Schweiz

Zürcher Gesundheitsdirektion schafft neues Amt für Gesundheit

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich ändert ihre Strukturen. Die bisherigen Geschäftsfelder Gesundheitsversorgung und Medizin werden in ein Amt für Gesundheit überführt. Laut Regierungsrat sollen so Synergien besser genutzt werden können.

International

"Power 100"-Ranking: Black Lives Matter auf Platz eins

Die internationale Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter steht an der Spitze des diesjährigen weltweiten Kunstrankings "Power 100".

Keine Treffen mehr mit mehr als zehn Personen
Schweiz

Keine Treffen mehr mit mehr als zehn Personen

Graubünden fährt das öffentliche Leben bis am 18. Dezember stark herunter. Wie aus den im Kantonsamtsblatt publizierten neuen Corona-Massnahmen hervorgeht werden Restaurants geschlossen und Versammlungen sowie Treffen mit mehr als zehn Personen verboten.