Roche wächst im Halbjahr dank starker Diagnostics-Sparte


News Redaktion
Wirtschaft / 22.07.21 07:17

Für den Pharmakonzern Roche hat es sich einmal mehr ausgezahlt, zwei Sparten zu haben. So ist der Konzern im ersten Halbjahr 2021 vor allem dank seiner Diagnostics-Sparte gewachsen, während die Pharmasparte die Corona-Auswirkungen nur langsam hinter sich lässt.

Die Diagnostiksparte von Roche hat in den vergangenen Monaten einerseits von einer anhaltenden Nachfrage nach Corona-Tests profitiert, anderseits aber auch von dem sich wieder normalisierenden Patienten- und Ärzteverhalten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)
Die Diagnostiksparte von Roche hat in den vergangenen Monaten einerseits von einer anhaltenden Nachfrage nach Corona-Tests profitiert, anderseits aber auch von dem sich wieder normalisierenden Patienten- und Ärzteverhalten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Dies zeigt sich auch an der Umsatzentwicklung. Konzernweit stiegen die Erlöse in den ersten sechs Monaten 2021 um 5 Prozent auf 30,7 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen legten die Verkäufe um 8 Prozent zu. Die eigene Zielsetzung hat das Unternehmen damit erfüllt.

Bei der Sparten-Entwicklung zeigt sich dann allerdings der Unterschied. So sind die Umsätze der kleineren Diagnostics-Sparte im Berichtszeitraum um 49 Prozent auf 9,0 Milliarden Franken nach oben geschossen. Neben einem anhaltend guten Absatz mit Corona-Tests hat die Normalisierung im Gesundheitswesen vor allem auch die Routinediagnostik angeschoben.

Dagegen ist die Pharmasparte nach wie vor noch nicht zu ihrer alten Form zurückgekehrt. Hier kamen die Umsätze auf 21,7 Milliarden Franken zu liegen (-7%). Gerade in Therapiebereichen wie Onkologie steht das Patientenverhalten immer noch unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie. Zu dieser Belastung kommt dann noch die Umsatzerosion durch Nachahmerprodukte für die altgedienten Blockbuster Avastin, Herceptin und MabThera/Rituxan hinzu. Alle drei Präparate haben Umsatzeinbrüche von bis zu 41 Prozent weltweit gesehen.

Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 8,2 Milliarden Franken übrig, was 3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020 ist. Den operativen Kerngewinn, auf den Analysten vornehmlich schauen, beziffert der Konzern auf 11,7 Milliarden Franken (-1%).

Die ausgewiesenen Zahlen liegen überwiegend knapp über den Analystenschätzungen - lediglich der Gewinn fiel etwas tiefer als erwartet aus.

(sda)


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