Rückgang der Artenvielfalt bleibt ein Problem im Kanton Zürich


News Redaktion
Schweiz / 09.12.22 10:36

Die Zürcher Baudirektion sieht noch viel Handlungsbedarf im Kampf gegen den Klimawandel und für die Artenvielfalt. Der Umweltbericht 2022 nennt auch die Ernährung und den Stickstoff als Probleme.

Baudirektor Martin Neukom macht auf die Probleme der tierischen Nahrungsmittelproduktion aufmerksam. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Baudirektor Martin Neukom macht auf die Probleme der tierischen Nahrungsmittelproduktion aufmerksam. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Der Konsumbereich Ernährung belaste die Umwelt stärker als etwa die Mobilität, sagte Baudirektor Martin Neukom (Grüne) in einem Video zum am Freitag veröffentlichten Bericht. Dies weil ein Drittel der produzierten Lebensmittel im Abfall lande und die Produktion, vor allem von tierischen Nahrungsmitteln, viele Ressourcen brauche.

Problematisch sei auch die Stickstoffproduktion. Für diese sei die Landwirtschaft durch den Düngereinsatz zu zwei Dritteln verantwortlich, sagte Neukom. In Magerwiesen nehme dadurch die Vielfalt ab und Bäume würden anfälliger gegen Stürme oder Trockenheit, heisst es im Bericht.

Die Artenvielfalt hat weiter abgenommen. Auch bei nicht gefährdeten Pflanzen- und Tierarten sinke die Zahl der Individuen. Der Kanton versucht diesem Problem unter anderem mit vernetzten Lebensräumen entgegenzuwirken.

Der Klimawandel sei deutlich spürbar, hält Neukom im Video fest. Der Kanton Zürich halte darum am Ziel Netto Null bis 2040 fest. Das vom Stimmvolk angenommene Energiegesetz, das neue Öl- und Gasheizungen verbietet, sei ein wichtiger Schritt, sagt Neukom.

Der Umweltbericht der Baudirektion erscheint alle vier Jahre.

(sda)


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