Russischer Geheimdienst: Ukraine nutzt Atomkraftwerke als Waffenlager


News Redaktion
International / 23.01.23 16:25

Der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) wirft der Ukraine vor, vom Westen gelieferte Waffen zum Schutz vor Zerstörungen auf dem Gelände von Atomkraftwerken zu stationieren.

ARCHIV - Sergej Naryschkin, Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, wirft der Ukraine vor, AKWs aus taktischenn Gründen als Lagerstätte für schwere Waffen zu nutzen. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko)
ARCHIV - Sergej Naryschkin, Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, wirft der Ukraine vor, AKWs aus taktischenn Gründen als Lagerstätte für schwere Waffen zu nutzen. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko)

Das Kalkül Kiews sei, dass die russischen Truppen wegen der Gefahr einer nuklearen Katastrophe keine Schläge gegen die AKW verübten, teilte der Chef des Auslandsgeheimdiensts, Sergej Naryschkin, am Montag in Moskau mit. Überprüfbar sind die SWR-Angaben nicht. Naryschkin behauptete, dass es glaubwürdige Angaben gebe, dass etwa Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars und grosskalibrige Artillerie dort untergebracht würden.

In der letzten Dezember-Woche seien etwa über die Bahnstation Rafaliwka im Westen der Ukraine Eisenbahnwaggons mit der "tödlichen Fracht" in das Atomkraftwerk Riwne gebracht worden, hiess es. Beweise präsentierte der SWR nicht. "Wenn es eine grosse Detonation gibt und ein Kernkraftwerk etwa durch eine neue Fehlleitung einer Rakete der ukrainischen Flugabwehr zerstört wird, wird die Schuld an der Tragödie immer auf Moskau geschoben", hiess es in der SWR-Mitteilung.

Die Ukraine wirft hingegen Russland vor, auf dem Gelände des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja ebenfalls Militärtechnik stationiert zu haben.

Russland hat am 24. Februar 2022 die Ukraine überfallen. Moskau hat im Laufe seines Angriffskriegs immer wieder damit gedroht, westliche Waffenlieferungen an die Ukraine zu vernichten. In der Debatte um die Lieferung etwa von Leopard-Kampfpanzern an Kiew warnt Russland, dass dies den Krieg auf eine neue Ebene heben würde. Der russische Vizeaussenminister Sergej Rjabkow sagte am Montag der Moskauer Nachrichtenagentur Interfax zufolge, dass die westlichen Waffen von den Truppen Moskaus zerstört würden.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Selenskyj: Russlands Terror muss verlieren - Die Nacht im Überblick
International

Selenskyj: Russlands Terror muss verlieren - Die Nacht im Überblick

Knapp ein Jahr nach Kriegsbeginn hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Notwendigkeit eines vollständigen Sieges seines Landes bekräftigt.

Schweizer Luftwaffe erhält die ersten zwei von sechs neuen Drohnen
Schweiz

Schweizer Luftwaffe erhält die ersten zwei von sechs neuen Drohnen

Die ersten zwei von insgesamt sechs neuen Aufklärungsdrohnen aus Israel sind im Januar der Schweizer Luftwaffe ausgehändigt worden - Jahre später als zunächst geplant. Die übrigen Drohnen sollen bis Ende Jahr eintreffen.

Nestlé zieht Urteil im Mobbing-Fall Motarjemi nicht weiter
Wirtschaft

Nestlé zieht Urteil im Mobbing-Fall Motarjemi nicht weiter

Nestlé zieht das Urteil im seit fast zwölf Jahren andauernden Streit mit der ehemaligen Kaderfrau Yasmine Motarjemi nicht weiter. Damit will das Unternehmen "einen endgültigen Schlussstrich unter diese Angelegenheit ziehen", wie ein Sprecher am Dienstagabend sagte.

Ozzy Osbourne sagt Tour aus gesundheitlichen Gründen ab
International

Ozzy Osbourne sagt Tour aus gesundheitlichen Gründen ab

Der britische Kultrocker Ozzy Osbourne hat aus gesundheitlichen Gründen seine lang geplante und mehrfach verschobene Tour durch Europa und Grossbritannien abgesagt. "Das ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Dinge, die ich meinen loyalen Fans je sagen musste", schrieb der 74-Jährige am Mittwoch auf seinen Sozialen Kanälen. "Wie ihr vielleicht alle wisst, hatte ich diesen Monat vor vier Jahren einen schweren Unfall, bei dem ich meine Wirbelsäule verletzt habe." Seitdem sei es sein einziges Ziel gewesen, wieder zurück auf die Bühne zu kommen. Doch während mit seiner Gesangsstimme alles in Ordnung sei, gehe es ihm körperlich immer noch nicht gut.