Russland schiesst neuen Überwachungssatelliten ins All


News Redaktion
International / 09.08.22 09:42

Russland hat für den Iran einen militärischen Überwachungssatelliten ins All geschossen. Der Start ist laut der Raumfahrtbehörde Roskosmos am Morgen auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur erfolgt, wie die Agentur Interfax am Dienstag berichtete. Nach Medienangaben will Moskau den Satelliten zunächst für seinen Krieg in der Ukraine selbst nutzen.

ARCHIV - Archivbild der Startrampe vom Kosmodrom in Baikonur. Foto: Ivan Tim/Roscosmos Space Agency Press Service/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Roscosmos Space Agency Press Service/AP/Ivan Tim)
ARCHIV - Archivbild der Startrampe vom Kosmodrom in Baikonur. Foto: Ivan Tim/Roscosmos Space Agency Press Service/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Roscosmos Space Agency Press Service/AP/Ivan Tim)

Die Sojus-Rakete hat am Morgen insgesamt 17 Sonden ins All gebracht. Die grösste davon ist der Überwachungssatellit für den Iran "Chayyam" - benannt nach einem persischen Mathematiker und Astronomen Omar Chayyam - den Russland im Auftrag von Teheran gebaut hat.

Nach Angaben der "Washington Post" kann der Satellit hochauflösende Aufnahmen von der Erde machen und erhöht damit die militärischen Möglichkeiten Teherans im Persischen Golf deutlich. In den nächsten Monaten werde aber zunächst Russland selbst die Sonde im Krieg gegen die Ukraine nutzen, schrieb das Blatt. Der von Präsident Wladimir Putin im Februar befohlene Angriffskrieg gegen das Nachbarland hat Moskau nach mehr als fünf Monaten noch nicht den erhofften Erfolg gebracht.

(sda)


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