SBB trennt sich von Mitarbeiter wegen seinen rassistischen Facebook-Posts


Roman Spirig
Schweiz / 12.06.19 13:00

Die SBB haben sich von einem Transportpolizisten getrennt, der durch seine Facebook-Posts negativ in Erscheinung getreten war. Der Mann war zuvor bereits suspendiert worden.

SBB trennt sich von Mitarbeiter wegen seinen rassistischen Facebook-Posts (Foto: KEYSTONE / AP / MATT ROURKE)
SBB trennt sich von Mitarbeiter wegen seinen rassistischen Facebook-Posts (Foto: KEYSTONE / AP / MATT ROURKE)

Eine interne Untersuchung sei zum Schluss gekommen, dass die rechtsextremen Aktivitäten des Mannes den ethischen und moralischen Ansprüchen an einen Polizisten nicht gerecht würden, bestätigte ein SBB-Sprecher einen Bericht des Onlineportals blick.ch vom Mittwoch.

Die SBB und der betroffene Mitarbeiter hätten in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Bereits während der Dauer der Untersuchung war der Transportpolizist freigestellt worden.

Aufgedeckt hatte den Fall Ende April der "SonntagsBlick". Die SBB hatten den Transportpolizisten daraufhin befragt und eine Untersuchung eingeleitet. Laut dem Zeitungsbericht soll er seit Jahren mit rassistischen Sprüchen und Gewaltfantasien gegen Flüchtlinge aufgefallen sein.

Die SBB hatten bereits bei Bekanntwerden des Falls klar gemacht, dass sie "kein menschenverachtendes, rassistisches, gewaltverherrlichendes oder extremistisches Verhalten" von Mitarbeitenden dulden. Der SBB-Verhaltenskodex sei Bestandteil aller Arbeitsverträge. Die Angestellten verpflichteten sich zu dessen Einhaltung.

Die SBB-Transportpolizei ist eine spezialisierte Sicherheitspolizei. Ihre rund 190 Polizistinnen und Polizisten arbeiten auf Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln: Ausgebildet werden sie an anerkannten Polizeischulen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

FDP Schweiz steht hinter Pariser Klimaabkommen
Schweiz

FDP Schweiz steht hinter Pariser Klimaabkommen

Die FDP-Delegierten stehen zum Pariser Klimaübereinkommen. Die Treibhausgasemissionen sollen somit bis 2050 auf Netto-Null reduziert werden. Die Parteipräsidentenkonferenz empfahl eine schwächere Formulierung, blitzte damit aber ab.

Studie: Wer viel weiss, ist eher für Impfung
Schweiz

Studie: Wer viel weiss, ist eher für Impfung

Wer gut informiert ist, lässt sich eher impfen. Das hat eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gezeigt. Untersucht wurde auch, wer als glaubwürdige Quelle betrachtet wird.

FDP Schweiz debattiert in Zürich über Umwelt- und Klimapolitik
Regional

FDP Schweiz debattiert in Zürich über Umwelt- und Klimapolitik

An der Delegiertenversammlung der FDP Schweiz am Samstag in Zürich-Altstetten werden hitzige Diskussionen erwartet: Verabschiedet wird das Positionspapier zu Klima- und Umweltpolitik.

Bund warnt vor Hitzewelle - Gefahrenstufe 3!
Schweiz

Bund warnt vor Hitzewelle - Gefahrenstufe 3!

Das Bundesamt für Meteorologie (MeteoSchweiz) warnt für die kommende Woche vor einer Hitzewelle. Die Woche werde schwülheiss. Das Bundesamt gibt darum eine Hitzewarnung der Stufe 3 heraus. Von Dienstag bis Donnerstag sind lokal 39 Grad möglich.