SC Bern und Ambri-Piotta erfüllen Pflicht


Roman Spirig
Sport / 08.10.19 22:23

Der SC Bern und Ambri-Piotta setzen sich in der Champions Hockey League gegen die Aussenseiter von Grenoble sowie gegen Banska Bystrica in der Slowakei mit 4:1 beziehungsweise 4:0 durch.

SC Bern und Ambri-Piotta erfüllen Pflicht (Foto: KEYSTONE/Ti-Press / SAMUEL GOLAY)
SC Bern und Ambri-Piotta erfüllen Pflicht (Foto: KEYSTONE/Ti-Press / SAMUEL GOLAY)

Damit können sowohl der SCB als auch Ambri noch auf den Vorstoss in die K.o.-Phase hoffen.

Bern dominierte Grenoble mit Fortdauer der Partie nach Belieben und schaffte am fünften Vorrunden-Spieltag den ersten Sieg innerhalb der regulären Spielzeit. Der SCB ging zum Ende des Startdrittels durch den bereits dritten Champions-League-Treffer von Alain Berger in Führung. Im Mitteldrittel erhöhte Verteidiger Justin Krueger auf 2:0. Und im letzten Abschnitt waren noch Gregory Sciaroni und Eric Blum mit einem Schuss ins leere Tor für den SCB erfolgreich.

Gewinnen die Berner in einer Woche auch das Rückspiel beim bereits ausgeschiedenen Grenoble zum Vorrunden-Abschluss, könnten sie dennoch ausscheiden. Dies wäre dann der Fall, wenn der neue Leader Skelleftea insgesamt vier Punkte gegen Kärpät holt. Am Dienstag endete das erste Duell zwischen den Schweden und Finnen mit 2:0 für Skelleftea. Sollten Skelleftea, Kärpät und Bern dann allesamt auf 11 und damit die gleiche Anzahl Punkte kommen, würde der SCB aus diesem Trio wegen der schwächsten Gesamtbilanz aus den Direktbegegnungen ausscheiden.

Ambris Trainer Luca Cereda stellte die Sturmlinien im Vergleich zur Meisterschaft für das Spiel in Bystrica komplett um. Und die Retuschen gaben ihm recht. Der Champions-League-Neuling Ambri-Piotta legte bereits im Startdrittel ein wegweisendes 2:0 vor. Johnny Kneubühler (6.) und Matt D'Agostini (8.) trafen innerhalb von 76 Sekunden. Im Mitteldrittel erhöhten D'Agostini im Powerplay 3:0 (28.) mit seinem zweiten Tor und Dominic Zwerger in Unterzahl gar auf 4:0.

Sowohl Bern als auch Ambri können aus eigener Kraft die Achtelfinals nicht mehr erreichen. Dafür spielt das Schweizer Duo in der letzten Runde nicht (!) gleichzeitig wie ihre Konkurrenten, sondern erst später. Bern beginnt seine Partie am 15. Oktober in Grenoble um 19.45 Uhr, während sich Kärpät und Skelleftea bereits ab 18.00 Uhr duellieren.

Ambri-Piotta spielt am 16. Oktober gar erst einen Tag nach Färjestads Heimspiel gegen den Vorjahres-Finalisten München. Da München am Dienstag mit dem 2:1-Heimsieg über Färjestad die Achtelfinals bereits als Gruppensieger erreicht hat, ist nicht zu erwarten, dass die Deutschen in Schweden alles geben werden, um eine Niederlage gegen Färjestad zu vermeiden. Färjestad genügen bereits zwei Punkte.

Denn bei Punktgleichheit von Färjestad und Ambri-Piotta (die Direktduelle endeten bereits ausgeglichen; 2:1 für Färjestad beziehungsweise 2:1 für Ambri) kommen die Schweden wegen der höheren Setzung im Champions-Hockey-League-Ranking weiter.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kultautobauer Aston Martin streicht Stellen
Wirtschaft

Kultautobauer Aston Martin streicht Stellen

Aston Martin zollt der schwachen Nachfrage nach seinen Luxuswagen Tribut und streicht bis zu 500 der insgesamt rund 2500 Stellen. Dem britischen Autobauer macht auch die Corona-Krise zu schaffen.

Bundesrat schafft Abstandsbussen wegen Coronavirus wieder ab
Schweiz

Bundesrat schafft Abstandsbussen wegen Coronavirus wieder ab

Der Bundesrat hat die im Zuge der Corona-Pandemie eingeführten Abstandsbussen wieder abgeschafft. Bereits am Pfingstsamstag hat die Landesregierung die Strafbestimmungen zum Mindestabstand in der Öffentlichkeit aufgehoben.

Schweiz

"Autoposer" in Corona-Zeiten auf Radar von Polizei und Lärmgegnern

In einigen Kantonen läuft nach Klagen aus der Bevölkerung eine Offensive gegen Autoposer. Reihenweise verzeigt die Polizei Protzer und zieht aufgedröhnte Autos ein. Das Phänomen ist auch auf den politischen Radar geraten. Der Bund warnt vor Sackgasse-Lösungen.

Corona-Infektionen in Iran erreichen neuen Höchststand
International

Corona-Infektionen in Iran erreichen neuen Höchststand

Die Zahl innerhalb von 24 Stunden erfasster Corona-Infektionen im Iran hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden seit dem Vortag 3574 Neuinfektionen gemeldet.