Scheinreferenden in besetzten Gebieten in Ostukraine begonnen


News Redaktion
International / 23.09.22 07:59

In den von Moskau besetzten Gebieten im Osten und Süden der Ukraine haben am Freitag die Scheinreferenden über einen Beitritt der Regionen zur Russischen Föderation begonnen. Von einem historischen Tag sprach der Separatistenchef Denis Puschilin in der von Russland anerkannten "Volksrepublik Donezk". "Dieses Referendum ist entscheidend, es ist der Durchbruch in eine neue Realität", sagte er in einem im Nachrichtenkanal Telegram veröffentlichten Video.

Ein Militärfahrzeug in der von Russland unterstützten und von Separatisten kontrollierten Volksrepublik Luhansk in der Ostukraine fährt an einem Plakat mit der Aufschrift «Für immer mit Russland, 27. September» vorbei. Foto: Uncredited/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Uncredited)
Ein Militärfahrzeug in der von Russland unterstützten und von Separatisten kontrollierten Volksrepublik Luhansk in der Ostukraine fährt an einem Plakat mit der Aufschrift «Für immer mit Russland, 27. September» vorbei. Foto: Uncredited/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Uncredited)

Auch die Regionen Luhansk und Saporischschja informierten über den Start der Abstimmungen. Angesetzt war zudem ein Scheinreferendum in der südukrainischen Region Cherson. Die Hunderttausenden Menschen haben bis zum 27. September Zeit, ihre Stimmen abzugeben. Das Gebiet Luhansk teilte mit, dass auch nach Russland geflohene Bürger dort abstimmen könnten.

Russland will sich mit Hilfe des Ergebnisses die Gebiete einverleiben und beruft sich auf das "Selbstbestimmungsrecht der Völker". Weder die Ukraine noch die internationale Gemeinschaft erkennen die Abstimmung unter der Besatzungsmacht Russland an. Es handelt sich um Scheinreferenden, weil sie ohne Zustimmung der Ukraine, unter Kriegsrecht und nicht nach demokratischen Prinzipien ablaufen. Auch eine freie Arbeit internationaler unabhängiger Beobachter ist nicht möglich.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Glacier 3000 plant nach Feuer Wiedereröffnung Mitte November
Schweiz

Glacier 3000 plant nach Feuer Wiedereröffnung Mitte November

Die Seilbahn ist beim Brand der Bergstation des Skigebiets Glacier 3000 in Les Diablerets VD in der vergangenen Woche nicht beschädigt worden. Dies haben Untersuchungen durch Experten ergeben. Die Wiedereröffnung ist am 12. November geplant.

Mitte Sursee nominiert Manuela Jost-Schmidiger für Regierungsrat
Regional

Mitte Sursee nominiert Manuela Jost-Schmidiger für Regierungsrat

Manuela Jost-Schmidiger aus Beromünster vertritt den Wahlkreis Sursee der Mitte-Partei bei der kantonalen Nomination für die Luzerner Regierungsratswahl. Sie setzte sich am Dienstag intern gegen Mary Sidler aus Sempach durch.

CS-CFA-Indikator nun seit sieben Monaten im Minus
Wirtschaft

CS-CFA-Indikator nun seit sieben Monaten im Minus

Die Stimmung unter Schweizer Analysten bleibt gedrückt. Die Unsicherheit über die kurzfristige Inflationsentwicklung ist gross und die Experten sind für den Aktienmarkt so negativ gestimmt wie noch nie.

Die Schweiz empfängt zum Abschluss der Nations League Tschechien
Sport

Die Schweiz empfängt zum Abschluss der Nations League Tschechien

Drei Tage nach dem 2:1-Sieg in Spanien kann die Schweiz den Ligaerhalt in der der Nations League mit einem Remis gegen Tschechien in St. Gallen klarmachen.