Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee weiterhin im Gegenwind


News Redaktion
Wirtschaft / 18.10.21 10:44

Die Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee hat sich im Sommer 2021 etwas von der Coronakrise erholt. Die Zahl der Passagiere blieb aber deutlich unter dem Wert von 2019, wie die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Das Dampfschiff
Das Dampfschiff "Stadt Luzern" war ein Highlight der Sommersaison 2021. Es war im Frühling nach einer zweieinhalbjährigen Revisionspause auf den See zurückgekehrt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Seit heute Montag verkehren die SGV-Schiffe gemäss Winterfahrplan. Zur abgeschlossenen Sommersaison sagte SGV-Marketingleiter Raffael Grütter, die Zahl der Passagiere habe gegenüber dem Sommer 2020, als Corona einen mehrmonatigen Betriebsunterbruch verursacht hatte, um 30 Prozent zugenommen. Die Zahlen würden aber noch immer 40 Prozent unter dem Wert von 2019 liegen.

In der abgeschlossenen Sommersaison haben wegen Corona weiterhin die internationalen Gäste gefehlt, die auch bei schlechtem Wetter eine Schifffahrt unternehmen. Grütter sprach deswegen von einer grossen Wetterabhängigkeit der Schifffahrt. Bei schlechtem Wetter seien die Schiffe leer gewesen, erklärte er.

Negativ zu Buche schlug 2021 das Hochwasser im Juli, das die Schifffahrt zu einem neuntägigen Stillstand zwang. September und Oktober seien dagegen positiv verlaufen, sagte Grütter.

Aufgrund der gesunkenen Nachfrage, optimierte die SGV im Sommer ihr Fahrplanangebot. Auch im Winter 2021/22 fahren weniger Schiffe als in anderen Jahren. Kurzarbeit werde erneut ein Thema sein, sagte Grütter.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Präsident El Salvadors kommentiert Merkel-Zapfenstreich:
International

Präsident El Salvadors kommentiert Merkel-Zapfenstreich: "Diktatur"

Der autoritäre Präsident von El Salvador hat suggeriert, der Grosse Zapfenstreich zur Verabschiedung von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Merkmale einer Diktatur aufgewiesen.

Zivilschutz springt in Obwalden beim Contact-Tracing ein
Regional

Zivilschutz springt in Obwalden beim Contact-Tracing ein

Wegen der rasant ansteigenden Coronafallzahlen im Kanton Obwalden wird der Zivilschutz beim Contact-Tracing eingesetzt. Zudem erwartet das Gesundheitsamt durch eine neue interne Online-Lösung eine effizientere Benachrichtigung von Kontaktpersonen.

Obwalden treibt Digitalisierung bei den Steuern voran
Regional

Obwalden treibt Digitalisierung bei den Steuern voran

Das Steuerneintreiben im Kanton Obwalden kann dereinst komplett auf dem digitalen Weg erfolgen. Der Kantonsrat hat in seiner Sitzung vom Freitag einen Objektkredit von 1 Million Franken einstimmig bewilligt, um das Steuerportal zu erweitern.

Bündner Regierung hätte sich schärfere Corona-Massnahmen gewünscht
Schweiz

Bündner Regierung hätte sich schärfere Corona-Massnahmen gewünscht

Im Anschluss an die Entscheide des Bundesrates, hat die Bündner Regierung auf die neuen Corona-Massnahmen reagiert. Sie hätte sich besonders beim Homeoffice und den Schultests schärfere Massnahmen gewünscht.