Schmuck und Schätze - Ägyptische Fabrik bildet antike Kunst nach


News Redaktion
International / 15.04.21 10:30

Ägypten setzt im Kampf um mehr Touristen auch auf besondere Souvenirs: Eine Fabrik in Kairo stellt Nachbildungen altägyptischer Kunst her.

Ein Handwerker arbeitet in der Konouz-Fabrik an einer Modellreplik einer altägyptischen Statue. Die Fabrik ist die Erste für archäologische Reproduktionen in der Region. Foto: Mohamed Shokry/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Mohamed Shokry)
Ein Handwerker arbeitet in der Konouz-Fabrik an einer Modellreplik einer altägyptischen Statue. Die Fabrik ist die Erste für archäologische Reproduktionen in der Region. Foto: Mohamed Shokry/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Mohamed Shokry)

Die Replikate sollen innerhalb und ausserhalb des Landes an Touristen verkauft werden, sagte der Minister für Tourismus und Antiquitäten, Chalid al-Anani. Die Modelle bekommen demnach einen offiziellen Stempel des Staates. Ein Barcode auf jeder Kopie verrate Käufern zudem, wie das Original heisst und wo es ausgestellt ist.

Die Replikate sind zunächst ausschliesslich im neu eröffneten Museum für Ägyptische Zivilisation (NMEC) in Kairo erhältlich. Dorthin waren kürzlich in einer pompösen Prozession auch die Mumien von 22 Pharaonen verlegt worden. Später sollen die Kunstnachbildungen aber auch in anderen Museen und auf Märkten verkauft werden.

Bislang hat die Fabrik mit dem Namen Kunus, was auf Deutsch Schätze bedeutet, eigenen Angaben zufolge unter anderem Schmuck des Pharaos Tutanchamun hergestellt. Die Kunstwerkstatt ist erst seit wenigen Wochen in Betrieb. Nach Angaben der ägyptischen Denkmalschutzbehörde arbeiten rund 150 Künstler, Restauratoren und Handwerker in dem Werk. Sie fertigen Skulpturen, Zeichnungen und andere Kunstschätze an - die meisten demnach per Hand.

Das Land will mit den Kopien antiker Kunst auch Einnahmen für Ägypten generieren, wie Al-Anani sagte. Die Tourismusbranche im Land ist angeschlagen, die Wirtschaft ist aber stark von ihr abhängig. In den vergangenen Monaten hat die Regierung auch mehrere antike Entdeckungen publik gemacht, um wieder mehr Gäste ins Land zu locken.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Sturgeon deutet schottisches Unabhängigkeitsreferendum für 2022 an
International

Sturgeon deutet schottisches Unabhängigkeitsreferendum für 2022 an

Die schottische Regierung erwägt eine neue Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Grossbritannien bereits im nächsten Jahr. Dies deutete Regierungschefin Nicola Sturgeon nach dem Erfolg ihrer Schottischen Nationalpartei (SNP) bei der Regionalwahl am Sonntag in der BBC an.

Thurgauer Kulturpreis für Fotografin Simone Kappeler
Schweiz

Thurgauer Kulturpreis für Fotografin Simone Kappeler

Die Fotografin Simone Kappeler erhält den Thurgauer Kulturpreis 2021, der mit 20'000 Franken dotiert ist. Damit würdigt die Regierung das langjährige Schaffen "einer der bedeutsamsten fotografischen Chronistinnen des Thurgaus".

Luzerner Kantonsrat für sachlich begründete Öffnungsschritte
Regional

Luzerner Kantonsrat für sachlich begründete Öffnungsschritte

Der Luzerner Regierungsrat ist vom Kantonsrat in seiner Haltung bekräftigt worden, sich für eine Lockerung der Coronamassnahmen einzusetzen, wenn dies die epidemiologische Lage zulasse. Das Parlament hat ein dringliches Postulat mit 82 zu 30 Stimmen überwiesen.

GC trennt sich von Trainer João Pereira
Sport

GC trennt sich von Trainer João Pereira

Die Grasshoppers trennen sich einen Tag nach der 1:2-Niederlage in Winterthur in der 34. Runde der Challenge League von Trainer João Pereira. Assistent Zoltan Kadar übernimmt bis Saisonende.