Schweden: Gasaustritt aus Nord-Stream-Lecks nimmt weiter ab


News Redaktion
International / 02.10.22 13:59

Der Gasaustritt aus den Lecks der beschädigten Nord-Stream-Pipelines hat nach Angaben der schwedischen Küstenwache weiter abgenommen. Nach einem Flug über die Austrittsstellen am Samstagnachmittag teilte die Behörde mit, bei den beiden Lecks in der Ausschliesslichen Wirtschaftszone Schwedens sei das Gas zu diesem Zeitpunkt noch auf einer Fläche von 100 beziehungsweise bei dem kleineren Leck auf einer Fläche von 15 Metern Durchmesser ausgeströmt. Prognosen gingen davon aus, dass der Austritt am Sonntag aufhören sollte. Die Schweden teilten jedoch mit, sie seien mit ihren Einsatzteams auch auf einen längeren Zeitraum vorbereitet. Schiffe sind angehalten, das Gebiet in der Ostsee grossräumig zu meiden.

dpatopbilder - HANDOUT - Das Nord Stream 1-Gasleck in der Ostsee, fotografiert aus einem Flugzeug der schwedischen Küstenwache. An den Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee gibt es insgesamt vier statt wie bisher bekannt drei Lecks. (zu dpa «Schwedische Behörde: Insgesamt vier Lecks in Nord-Stream-Leitungen») Foto: Swedish Coast Guard/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Swedish Coast Guard/-)
dpatopbilder - HANDOUT - Das Nord Stream 1-Gasleck in der Ostsee, fotografiert aus einem Flugzeug der schwedischen Küstenwache. An den Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee gibt es insgesamt vier statt wie bisher bekannt drei Lecks. (zu dpa «Schwedische Behörde: Insgesamt vier Lecks in Nord-Stream-Leitungen») Foto: Swedish Coast Guard/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Swedish Coast Guard/-)

Nach Angaben der dänischen Behörden soll aus der Nord-Stream-2-Pipeline bereits am Samstag wohl kein Gas mehr ausgetreten sein. Man sei vom Betreiber darüber informiert worden, dass sich der Druck in der Pipeline stabilisiert habe, was darauf hindeute, dass kein Gas mehr ausströme, hiess es von der dänischen Energiebehörde. Zuvor waren aus den insgesamt vier Lecks an den beiden Nord Stream-Pipelines - zwei davon in schwedischen, zwei in dänischen Gewässern - tagelang ununterbrochen grosse Mengen Gas ausgetreten.

Viele Staaten gehen von Sabotage aus. Mindestens zwei Explosionen seien unter Wasser geschehen, teilten Dänemark und Schweden im Laufe der Woche mit. Seismologische Institute hätten eine Stärke von 2,3 und 2,1 gemessen, was "vermutlich einer Sprengladung von mehreren hundert Kilogramm" entspreche.

(sda)


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