Schweiz erhöht Beitrage für Klimaschutz um 120 Millionen Dollar


Roman Spirig
Schweiz / 03.12.18 14:47

Bundespräsident Alain Berset hat an der 24. Uno-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz schnelle Massnahmen gefordert um der Klimaerwärmung die Stirn zu bieten. Die Schweiz leistet deshalb 2018 einen zusätzlichen finanziellen Beitrag von 120 Millionen Dollar.

Schweiz erhöht Beitrage für Klimaschutz um 120 Millionen Dollar  (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Schweiz erhöht Beitrage für Klimaschutz um 120 Millionen Dollar (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

Diese Summe komme zu der bereits geleisteten finanziellen Unterstützung für Entwicklungsländer hinzu. Berset betonte laut Redetext, dass es höchste Zeit sei zu reagieren, die Konsequenzen des Klimawandels seien für alle spürbar. Die warmen Temperaturen dieses Jahr und die sehr dürftigen Niederschläge seien Zeichen des Klimawandels. Beunruhigend sei zudem die Zunahme von extremen Wettersituationen.

Die Schweiz wolle ihre Emissionen bis im Jahr 2030 um 50 Prozent reduzieren. Wie viele Beispiele in der Schweiz und anderen Ländern zeigen würden, hemme Klimaschutz die wirtschaftliche Entwicklung nicht - im Gegenteil: "Es ist das einige Mittel, um unseren Wohlstand langfristig zu sichern."

Von der 120 Millionen Dollar fliessen 76 Millionen Dollar in bilaterale Projekte. Zwölf Millionen Dollar sind für den internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) vorgesehen, wie Peter Lauener, Mediensprecher des Eidgenössischen Departements für Inneres (EDI) auf Anfrage sagte.

Neun Millionen Dollar kommen der Initiative CREWS (Climate risk early warning system) zugute. Zehn Millionen sind für den von der Weltbank lancierten "BioCarbon Fund" vorgesehen. 13 Millionen Dollar gehen in den kommenden vier Jahren an weitere Projekte gegen den Klimawandel.

Seit Sonntag ist im polnischen Kattowitz die Uno-Klimakonferenz im Gang. Vertreter aus rund 200 Staaten arbeiten dort konkrete Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimavertrags aus. Im Klimaabkommen von Paris hatten sich die Länder Ende 2015 darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Datenpanne bei Facebook: Entwickler hatten Zugang zu Fotos
International

Datenpanne bei Facebook: Entwickler hatten Zugang zu Fotos

Durch eine Datenpanne bei Facebook haben Hunderte Apps im September mehrere Tage lang zu weitreichenden Zugriff auf Fotos von mehreren Millionen Mitgliedern des Online-Netzwerks gehabt.

Unbekannte richten Landschaden auf Fussballplatz in Grosswangen an
Regional

Unbekannte richten Landschaden auf Fussballplatz in Grosswangen an

Schlechte Bodenverhältnisse herrschen derzeit auf dem Trainingsplatz des FC Grosswangen: Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch mit einem Fahrzeug mehrere Runden auf dem Rasen gedreht und entsprechende Spuren hinterlassen.

International

"Divers" künftig als drittes Geschlecht im Geburtenregister wählbar

Als drittes Geschlecht kann in Deutschland künftig "divers" in das Geburtenregister eingetragen werden. Die vom Bundestag am Donnerstagabend beschlossene Gesetzesänderung billigte der Bundesrat, die Länderkammer. Bisher gibt es die Möglichkeiten, "weiblich", "männlich", und "ohne Angaben" zu wählen.

International

"I Shot the Sheriff" nach Tod von Attentäter Chérif Chekatt

Während einer Sondersendung zum Tod des Strassburg-Attentäters Chérif Chekatt ist es beim französischen Fernsehsender BFMTV zu einer makaberen Panne gekommen: Etwa eine Minute lang ertönte am späten Donnerstagabend Bob Marleys "I Shot the Sheriff" über den Kanal. Chekatt war kurz zuvor von Polizisten in Strassburg erschossen worden.