Schweizer Alpin-Boarder haben WM-Medaillen im Visier


News Redaktion
Sport / 01.03.21 05:33

Die Alpin-Snowboarder fahren ab Montag im slowenischen Rogla um die WM-Medaillen. Die sechsköpfige Schweizer Delegation ist bestrebt, an die Erfolge vergangener Jahre anzuknüpfen.

Julie Zogg tritt an der WM in Slowenien im Parallel-Slalom als Titelverteidigerin an (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Julie Zogg tritt an der WM in Slowenien im Parallel-Slalom als Titelverteidigerin an (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Die Schweizer Alpin-Snowboarder treten in Slowenien erstmals unter ihrem neuen Coach David van Wijnkoop zu einem Grossanlass an. Der Bündner und seine Athleten werden dabei an den Erfolgen unter Vorgänger Christian Rufer gemessen.

Als Christian Rufer vor zwei Jahren als Cheftrainer der Alpin-Snowboarder zurücktrat, tat er dies mit erstaunlichem Palmares. 13 Saisons stand Rufer den Alpinen vor, alleine acht Goldmedaillen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen fuhren seine Athleten in diesem Zeitraum ein.

Rufer hinterliess eine grosse Lücke, aber mit Nachfolger David van Wijnkoop auch einen Mann, der die Lehre beim Meister der Grossanlässe persönlich gemacht hatte. Der frühere Alpin-Snowboarder Van Wijnkoop hatte vor dem Wechsel an der Spitze zu Rufers Trainerteam gezählt.

Am Montag im Parallel-Riesenslalom und am Dienstag beim Parallel-Slalom wird Van Wijnkoop nun erstmals selber die Schweizer WM-Delegation der Alpin-Snowboarder anführen. In einer Saison, die Normalität sucht. Wegen Corona gerieten die Trainingspläne der Athleten sowie die Wettkampfpläne des FIS gleichermassen durcheinander.

Von den Alpin-Snowboarder erfordert die Pandemie in erster Linie Flexibilität. In Bezug auf die WM in diesem Jahr bedeutete die Pandemie zum Beispiel einen Standort- und Moduswechsel: Slowenien statt China und alleine statt als kombinierte WM mit den anderen Freestyle-Sportarten. Immerhin wurden die Alpinen bei der Suche nach einem Ersatz-Austragungsort fündig, andernfalls hätte keine WM stattfinden können.

Das Schweizer Team geht in Slowenien mit Titelambitionen an den Start. An der letzten WM vor zwei Jahren in Park City gewannen Julie Zogg WM-Gold im Parallel-Slalom und Ladina Jenny Bronze im Riesen. Weltmeisterin Zogg fand in ihrer Parade-Disziplin Slalom rechtzeitig den Tritt. Das letzte Weltcup-Rennen, Anfang Monat im russischen Bannoje, entschied die 28-Jährige zu ihren Gunsten.

Auch Olympiasiegerin Patrizia Kummer zeigte im Weltcup in Russland mit den Plätzen 4 und 7 aufsteigende Tendenz. Jenny dagegen schaffte es nach dem 2. Platz vom Dezember im Parallel-Riesenslalom in Carezza nie mehr auf das Podest.

Bei den Männern ist die Ausgangslage für die Schweizer weniger klar. Olympiasieger Nevin Galmarini kehrte nach fast zweijähriger Verletzungspause in den Weltcup zurück und überzeugte zum Start mit zwei 7. Plätzen im Parallel-Riesenslalom.

Zwar konnte der 34-jährige Bündner in den letzten Rennen an diesen Leistungen nicht anknüpfen, mit Rogla verbindet er allerdings gute Erinnerungen. 2017 sicherte sich Galmarini in Slowenien den ersten Weltcup-Sieg der Karriere. Es ist natürlich super, wenn du mit der Einstellung Ich mag diesen WM-Ort Rogla nach Slowenien reisen kannst, sagte Galmarini.

Mit Dario Caviezel wartet ein Schweizer in dieser Saison noch auf sein erstes Podest. Als Vierter, Fünfter und Sechster fehlten dem 25-Jährigen oft wenig zum Sprung unter die Top 3. Die WM in Rogla wäre der perfekte Ort, Verpasstes nachzuholen. Zur Ära Rufer hätte es gepasst, für die Ära Van Wijnkoop wäre es ein idealer Start an einem Grossanlass.

(sda)


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