Schweizer Aussenhandel schwächt sich im Juni leicht ab


News Redaktion
Wirtschaft / 20.07.21 08:23

Der Schweizer Aussenhandel hat im Juni im Vergleich zum Vormonat etwas nachgelassen. Sowohl die Exporte als auch die Importe gingen im Monatsvergleich leicht zurück, nachdem die Exporte im Mai noch einen Rekordstand erreicht hatten.

Trotz leichter Abschwächung im Juni hat der Aussenhandel den Corona-Einbruch hinter sich gelassen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Trotz leichter Abschwächung im Juni hat der Aussenhandel den Corona-Einbruch hinter sich gelassen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Konkret erreichten die Ausfuhren im Juni saisonbereinigt einen Wert von 20,24 Milliarden Franken, was 2,7 Prozent unter dem Wert vom Vormonat Mai lag. Real - also preisbereinigt - resultierte eine Abnahme um 3,0 Prozent, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Dienstag zu entnehmen ist.

Die Schweizer Exportwirtschaft hatte bereits im Mai den Corona-Einbruch definitiv hinter sich gelassen und hielt sich im Juni auf gutem Niveau. Schon vor der Krise hatte sie zum Teil Waren im Wert von über 20 Milliarden Franken pro Monat ins Ausland abgesetzt. Als die Pandemie ausbrach, sanken die Ausfuhren dann auf gut 16 Milliarden Franken.

Auch bei den Importen kam es im Juni zu einer leichten Abnahme gegenüber dem Vormonat. Sie sanken um 3,8 Prozent auf 15,92 Milliarden (real: -2,7%). Für die Handelsbilanz ergibt dies erneut einen Rekordüberschuss von 4,32 (VM 4,26) Milliarden Franken.

Innerhalb der Exportwirtschaft verlief die Entwicklung uneinheitlich. So gaben etwa die Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten (-4,3%) ebenso nach wie diejenigen der Bereiche Maschinen und Elektronik (-2,4%) oder Präzisionsinstrumente (-2,4%). Zulegen konnten dagegen die Ausführen von Uhren (+2,1%) und insbesondere von Bijouterie und Juwelierwaren (+31,4%).

Aufgeschlüsselt nach Absatzmärkten entwickelten sich die Ausfuhren nach Nordamerika (-5,4%) und Europa (-7,8%) deutlich negativ, wogegen jene nach Asien (+12,5%) markant anzogen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Activision Blizzard gelobt nach Diskriminierungs-vorwürfen Besserung
Wirtschaft

Activision Blizzard gelobt nach Diskriminierungs-vorwürfen Besserung

Der Videospiele-Anbieter Activision Blizzard verspricht Änderungen als Reaktion auf Vorwürfe von Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz. Man werde eine Unternehmenskultur pflegen, in der sich alle Mitarbeiter unterstützt und willkommen fühlen.

Die Leichtathletik-Wettkämpfe vom Mittwoch
Sport

Die Leichtathletik-Wettkämpfe vom Mittwoch

Das passierte am sechsten Wettkampftag der Leichtathletik an den Olympischen Spielen in Tokio.

Nawalny-Vertraute zu Freiheitsbeschränkung verurteilt
International

Nawalny-Vertraute zu Freiheitsbeschränkung verurteilt

Die prominente Vertraute des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny, Ljubow Sobol, ist zu anderthalb Jahren Freiheitsbeschränkung verurteilt worden.

Luzerner Modehaus Kofler schliesst
Wirtschaft

Luzerner Modehaus Kofler schliesst

Das traditionsreiche Luzerner Modehaus Kofler, das auch Filialen in Emmen LU, Stans NW und Schwyz führt, gibt Ende Januar 2022 auf. Es begründet dies insbesondere mit den Folgen der Coronakrise.