Schweizer Biathlon-Team bereit für Weltcupstart


News Redaktion
Sport / 27.11.21 04:04

Der Biathlon-Tross eröffnet die Olympiasaison heute Samstag in Östersund. Die Schweizer Equipe will in Schweden einen soliden Start hinlegen, um mit Blick auf Peking 2022 Ruhe ins Team zu bringen.

Acht Jahre nach Silber in Sotschi nimmt Selina Gasparin zum wiederholten Mal eine Olympiasaison in Angriff. (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Acht Jahre nach Silber in Sotschi nimmt Selina Gasparin zum wiederholten Mal eine Olympiasaison in Angriff. (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Die Schweizer Frauen haben in der vergangenen Saison in der Summe die besseren Resultate erzielt als die Männer. Sie stehen deshalb betreffend Saisonhöhepunkt weniger unter Selektionsdruck. Aber noch ist der Blick nicht auf Peking, sondern auf Östersund gerichtet. In Schweden soll mit guten Laufleistungen und hoher Trefferquote Selbstvertrauen getankt werden. Gelingt dies, dann rückt auch das Bangen um eine Olympiaqualifikation in den Hintergrund - oder hat sich schon erledigt.

Den Auftakt machen am Samstag zwei Wettkämpfe im Einzel. In dieser Disziplin werden die Fehler im Schiessstand nicht durch Strafrunden kompensiert, sondern pro verpasste Scheibe wird eine Minute zur Laufzeit addiert. Das erste von zwei Wettkampf-Wochenenden in Östersund wird mit einem Sprint abgerundet.

Das Einzel nehmen Lena Häcki, die drei Gasparin-Schwestern sowie Amy Baserga, die zweifache Junioren-Weltmeisterin 2021, in Angriff. Bei den Männern legen Benjamin Weger, Jeremy Finello und zwei aus dem Trio Niklas Hartweg, Sebastian Stalder und Joscha Burkhalter los.

Die Bedingungen beim Saisonhöhepunkt in China könnten auf das Schweizer Team zugeschnitten sein. Vor vier Jahren in der gnadenlosen Kälte von Pyeonchang fehlte zwar das letzte Quäntchen Glück zum Medaillencoup, aber die Resultate fielen viel besser aus als erwartet. Irene Cadurisch, Lena Häcki und Elisa Gasparin holten allesamt als Sololäuferinnen ein Diplom (Top 8) und in der Staffel war auch Selina Gasparin, die Olympia-Zweite von Sotschi 2014, für den guten 6. Rang mitverantwortlich. Benjamin Weger wurde zweimal Sechster, hinzu kam eine Top-Ten-Klassierung von Serafin Wiestner.

In der Biathlon-Arena der Olympischen Spiele werden ähnliche Verhältnisse vorherrschen. Sofern das Material der Schweizer wiederum funktioniert, liegt einiges drin. Überraschungen wird der windanfällige Schiessstand kreieren. Schwer zu handhabende Bedingungen erweitern das Feld der Medaillenkandidaten, weil auch Glück und Pech eine Rolle spielen.

Im Gegensatz zum Langlauf, bei dem gleich ein Trio den Rücktritt zum Ende der Olympiasaison angekündigt hat, herrscht beim Biathlon Funkstille. In etwas mehr als drei Jahren bietet sich mit der Heim-WM 2025 in Lenzerheide ein lukratives Ziel.

(sda)


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