Schweizer Botschaftsmitarbeiterin stürzt in Teheran zu Tode


News Redaktion
International / 04.05.21 12:04

In Teheran ist eine hochrangige Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft nach einem Sturz aus einem Hochhaus ums Leben gekommen. Das EDA spricht von einem tödlichen Unglück. Die genauen Umstände sind unklar. Die iranischen Sicherheitsbehörden ermitteln.

Aussenansicht der Schweizer Botschaft in Teheran. Eine hochrangige Mitarbeiterin der Botschaft in der iranischen Hauptstadt ist am Montag beim Sturz aus einem Hochhaus ums Leben gekommen. (FOTO: Keystone/EPA/ABEDIN TAHERKENAREH)
Aussenansicht der Schweizer Botschaft in Teheran. Eine hochrangige Mitarbeiterin der Botschaft in der iranischen Hauptstadt ist am Montag beim Sturz aus einem Hochhaus ums Leben gekommen. (FOTO: Keystone/EPA/ABEDIN TAHERKENAREH)

Die hochrangige Botschaftsmitarbeiterin sei am Montagabend aus dem 17. Stock eines Hochhauses im Norden Teheran gestürzt und dabei ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher des iranischen Rettungsdienstes der Nachrichtenagentur Isna. Ihre Leiche sei erst am Dienstag von ihrem Hausangestellten im Garten des Wohnkomplexes entdeckt worden, in dem die Frau wohnte.

Spezialisierte Polizeieinheiten untersuchten den Fall, zitiert die Nachrichtenagentur AFP die iranischen Sicherheitsbehörden. Dabei könne keine Hypothese ausgeschlossen werden, einschliesslich Mord, Selbstmord oder Unfall.

Bei der Verunglückten handelt es sich demnach um eine 51-jährige Schweizerin. Das Aussendepartement EDA bestätigte den Tod der Botschaftsangestellten. Sie sei am Dienstag tödlich verunglückt, schrieb das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Stellungnahme an Keystone-SDA, ohne weitere Angaben zum Vorfall zu machen.

Bundesrat Ignazio Cassis sei bestürzt über den tragischen Todesfall. Er spreche der Familie sein tiefes Beileid aus. Das EDA stehe mit der Familie der Mitarbeiterin in Kontakt, teilte das Departement weiter mit. Die Schweizer Botschaft stehe auch im Austausch mit den lokalen Behörden.

Die halbamtlichen iranischen Nachrichtenagenturen Isna und Ilna meldeten, bei der Toten handle es sich um die erste Sekretärin der Schweizer Botschaft. Laut informierten Quellen arbeitete die Diplomatin in der Abteilung, welche die diplomatischen Interessen der USA im Iran vertritt.

Die Vereinigten Staaten und der Iran hatten kurz nach der Islamischen Revolution 1979 ihre Beziehungen abgebrochen. Nun vertritt die Schweiz die diplomatischen Interessen der USA im Iran.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Die Schweizer U18 scheitert im WM-Viertelfinal knapp
Sport

Die Schweizer U18 scheitert im WM-Viertelfinal knapp

Die Schweiz scheitert an der U18-WM in Texas im Viertelfinal knapp an Finnland. Die Mannschaft von Marcel Jenni unterliegt dem klar favorisierten vierfachen Weltmeister dieser Altersklasse mit 0:2.

Chemiewehreinsatz wegen Ameisensäure in Zuger Einkaufszentrum Metalli
Regional

Chemiewehreinsatz wegen Ameisensäure in Zuger Einkaufszentrum Metalli

Weil in einer Drogerie ein Liter Ameisensäure ausgelaufen war, ist es am Donnerstag im Zuger Einkaufszentrum Metalli zu einem Chemiewehreinsatz gekommen. Zwei Verkäuferinnen, die die Flüssigkeit wegwischen wollten, wurde es unwohl, wie die Zuger Strafuntersuchungsbehörden mitteilten.

Zürcher Kulturschaffende können ab Freitag Gesuche einreichen
Schweiz

Zürcher Kulturschaffende können ab Freitag Gesuche einreichen

Am Freitag öffnet der Kanton Zürich das Gesuchsportal, über das selbständige Kulturschaffende für die Phase Februar bis April finanzielle Hilfe beantragen können. Freischaffende Kulturschaffende können Unterstützung für die Periode von November 2020 bis April 2021 beantragen.

Parmelin beim Papst und bei der Vereidigung der Schweizergardisten
Schweiz

Parmelin beim Papst und bei der Vereidigung der Schweizergardisten

Bundespräsident Guy Parmelin hat am Donnerstag im Vatikan Papst Franziskus besucht. Am Nachmittag nahm er an der Vereidigung von 34 neuen Schweizergardisten teil.