Schweizer Online-Shopper kauften 2021 vermehrt im Ausland ein


News Redaktion
Wirtschaft / 23.06.22 07:10

Die Schweizer Konsumenten haben im vergangenen Jahr vermehrt in ausländischen Online-Shops eingekauft. So stieg der Marktanteil der grenzüberschreitenden Online-Einkäufe hierzulande deutlich an und erreichte innerhalb Europas einen klar überdurchschnittlichen Wert.

Schweizer kaufen auch gerne in ausländischen Online-Shops ein (Symbolbild). (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Schweizer kaufen auch gerne in ausländischen Online-Shops ein (Symbolbild). (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Von der zunehmenden Verbreitung des Online-Handels im Zuge der Corona-Pandemie profitierten nicht nur die hiesigen Anbieter. So gaben die Schweizerinnen und Schweizer 2021 rund 8 Milliarden Euro auf ausländischen Online-Plattformen aus, wie eine am Donnerstag publizierte Studie des Instituts "CBCommerce Europe" zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg von fast 25 Prozent.

Der Marktanteil der Einkäufe im europäischen Ausland stieg gegenüber dem Vorjahr um gut 4 Prozentpunkte auf knapp 43 Prozent an. Dies liegt auch weiterhin deutlich über dem europäischen Durchschnittswert von 27 Prozent. Im innereuropäischen Vergleich belegte die Schweiz damit unverändert den sechsten Platz.

Deutlich höher ist dieser Anteil in Ländern wie Luxemburg (82%), Irland (70%) und Portugal (50%). Am Schluss des Rankings liegen die Niederlande (16%), Grossbritannien (17%) und Frankreich (20%). Insgesamt wurden im grenzüberschreitenden Online-Handel in Europa 2021 ein Volumen von 171 Milliarden Euro realisiert, wobei in der Studie der Reisesektor ausgeklammert wurde.

Bei den volumenstärksten Cross-Border-Webshops - also den Läden, die am meisten auch in die umliegenden Länder verkaufen - hatte Deutschland insgesamt die Nase vorn, mit Branchengrössen wie Zalando, Lidl und About you. Dahinter belegte Schweden - auch dank Ikea und H&M - den zweiten Platz.

Die Schweiz schaffte es in diesem Ranking mit dem siebten Platz ein Top-Ten-Ergebnis, wobei die höchsten Umsätze von den Nestlé-Töchtern Nespresso und Dolce Gusto sowie vom Elektronik-Fachhändler Expert mit Sitz im Kanton Zug erwirtschaftet wurden.

Die Studie von CBCommerce wurde den Angaben zufolge mit der Unterstützung von verschiedenen Zahlungsdienstleistern sowie Logistik- und Softwareunternehmen erstellt. Insgesamt flossen die Daten aus 16 Ländern aus Westeuropa und Skandinavien sowie Grossbritannien in die Auswertung mit ein.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zu viel Gepäck auf dem Dach: Polizei stoppt Auto in Stans
Regional

Zu viel Gepäck auf dem Dach: Polizei stoppt Auto in Stans

Die Kantonspolizei Nidwalden hat am Montag ein Auto gestoppt, das auf der A2 bei Stans mit übermässig viel Gepäck auf dem Dach unterwegs war. Die zulässige Dachlast von 100 Kilogramm war um 151 Prozent überschritten.

Weko büsst sieben Händler von VW-Autos wegen Preisabsprachen
Wirtschaft

Weko büsst sieben Händler von VW-Autos wegen Preisabsprachen

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko verdonnert ein Kartell von VW-Händlern im Tessin zu einer Busse von 44 Millionen Franken. Die sieben Kartellmitglieder, darunter die Amag, haben jahrelang die Preise von Neuwagen des VW-Konzerns abgesprochen.

Mehr Schwerverletzte im Schweizer Strassenverkehr
Schweiz

Mehr Schwerverletzte im Schweizer Strassenverkehr

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten ist laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) gestiegen. Gefahrenquellen sind Ablenkung durch Gespräche oder Handynutzung. Verbesserungspotential gibt es auch beim Selbstschutz.

Schweiz hat laut Bundesrat eines der strengsten Tierschutzgesetze
Schweiz

Schweiz hat laut Bundesrat eines der strengsten Tierschutzgesetze

Die Schweiz hat im weltweiten Vergleich eines der strengsten Tierschutzgesetze. Das ist für den Bundesrat ein Grund, ein Nein zur Massentierhaltungsinitiative zu empfehlen. Am 25. September entscheiden Volk und Stände über die Initiative.